REA wählt neuen Vertreter der Bezirkslandwirtschaftskammer

Wörle löst Kögl ab

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Das Land Tirol und die REA ziehen an einem Strang: Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe und REA-Obmann Alois Oberer.

Breitenwang – Die Mitglieder der Regionalentwicklung Außerfern (REA) haben jetzt bei der Jahreshauptversammlung im Veranstaltungszentrum Breitenwang auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und zukünftige Projekte vorgestellt.

Dabei kündigte die REA an, die Zusammenarbeit mit den bayerischen Nachbarregionen intensivieren zu wollen. Der Fokus soll auf Innovation und Technologie-transfer liegen. Veränderungen gibt es auch in der Vorstandschaft. Richard Wörle löst Franz Kögl ab, der bislang die Bezirkslandwirtschaftskammer im REA-Vorstand vertrat. 

REA-Obmann Alois Oberer und Regionalmanager Günter Salchner ließen das vergangene Vereinsjahr und die nun abgeschlossene Programmperiode Revue passieren. Zwischen 2007 und 2014 stehen 293 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 33 Millionen Euro und Förderungen von 16,5 Millionen Euro zu Buche. 

Neben der Abwicklung laufender EU-Projekte standen 2014 vor allem neue, grenzüber-schreitende Initiativen im Vordergrund. Oberer hob dabei die Entwicklung des „Grenzgängers“, eines Weitwanderwegs mit sechs Etappen in den Allgäuer Alpen hervor. Dieser Weg soll Hinterhornbach mit dem Tannheimer Tal und Hinterstein, einem Ortsteil der Oberallgäuer Gemeinde Bad Hindelang, verbinden. Das Angebot richtet sich an konditionsstarke Bergwanderer mit alpiner Erfahrung. 

Seitental beleben 

Es stellt eine Ergänzung zum Lechweg dar, der für leichtes Weitwandern in den Tallagen steht. Ähnlich diesem Leitprodukt soll auch der Grenzgänger einen Entwicklungsschub auslösen. „Es muss uns gelingen, die Lechtaler Seitentalgemeinden touristisch zu beleben und als Lebensräume abzusichern. Das größte Entwicklungspotential dieser peripheren Räume liegt nun einmal in einer besonderen Form des alpinen Tourismus“, hält Oberer fest. 

Ein weiteres Konzeptprojekt beschäftigte sich mit dem Thema Mountainbiken. Das Allgäu und die Naturparkregion Lechtal-Reutte versuchen gemeinsam, hier ein international wettbewerbsfähiges Produkt auf die Beine zu stellen. „Gerade das Lechtal hat ein großes Potential für diese Sportart. Das sanftere E-Mountainbiken würde auch sehr gut zur Marke Lechtal passen. Leider sind derzeit nur wenige Wege für das Biken geöffnet. Mit einer Integration in das Mountainbike-Modell Tirol wäre für den Wegehalter eine Haftpflichtversicherung des Landes verbunden“, weiß Günter Salchner. 

„In ganz Tirol ist man mit diesem Modell sehr gut gefahren. Von den Erfahrungen anderer Regionen kann man auch im Lechtal profitieren“, ergänzt er. 

Für die neue Programmperiode sind die Fördertöpfe wieder gut gefüllt, weiß die REA. Förderungen für grenzüberschreitende Projekte können bereits beantragt werden. Das trifft sich gut, denn die REA will die Zusammenarbeit mit den bayerischen Nachbarregionen weiter intensivieren. Neben der touristischen Entwicklung liegt der Fokus nun verstärkt auf Innovation und Technologietransfer in Zusammenarbeit mit der Allgäu GmbH und der Hochschule Kempten. Als Vertreterin des Landes Tirol nahm Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe an der Jahreshauptversammlung teil. 

Felipe hob die Bedeutung der Tiroler Regionalmanagements für die Landesentwicklung hervor. Sie sagte REA für die neue Programmperiode ihre volle Unterstützung zu. Auf der Tagesordnung stand auch die Nachbesetzung von Franz Kögl, der bislang die Bezirkslandwirtschaftskammer im REA-Vorstand vertrat. Die Vollversammlung wählte einstimmig Bauernbund- und Kammer obmann Richard Wörle zu seinem Nachfolger.

kb

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