Kopfschütteln beim EVF

Ärgerliches Spielwochenende für die Leopards: Gegen Klostersee vergaben sie eine frühe 3:0-Führung, lagen zwischenzeitlich 3:7 zurück und scheiterten knapp mit 6:7. In Peiting haderten die Füssener mit dem Schiedsrichter.

Der EV Füssen schien die Gästemannschaft des EHC Klostersee vor knapp 1000 Zuschauern fest im Griff zu haben, denn nach zehn Minuten führte er schon 3:0 durch Tore von Kevin Lavallee Michel Maaßen und Raphael Rohwedder Doch dann der Schock: Binnen zehn Sekunden waren Scharpf und Acker zum Anschluss von 3:2 erfolgreich. Eine Zeigerumdrehung weiter war mit einem Mann weniger Braydon Cox erfolgreich und zwei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels stellte Florian Saller den 3:4 Pausenstand her. Mit nur vier Torschüssen hatten die Gäste gegen die wie gelähmt wirkenden Füssener das Spiel gedreht. Saller und Acker schraubten das Zwischenergebnis im zweiten Abschnitt auf 3:6 hoch. Die berechtigten Unmutsbezeugungen von den Rängen, vor allem nach dem 3:7 durch Jared Mudryk in der 44. Minute, zeigten plötzlich Wirkung, denn noch in der gleichen Minute verkürzte Michel Maaßen auf 4:7. Aufholjagd scheitert Füssen stürmte von da an, Tore fielen allerdings erst, als Klostersees Torwart Ashton eine Spieldauerstrafe erhielt. Diese fünfminütige Überzahl nutzten Sebastian Eickmann und Björn Friedl zum 6:7-Anschluss. In der noch knapp acht Minuten dauernden Restspielzeit versuchte Füssen noch einmal alles, aber es langte nicht mehr. Das erste Spiel im Neuen Jahr sah einen EV Füssen, der sich beim Tabellenzweiten EC Peiting wieder erfreulich stark zeigte und bei besserer Chancenverwertung und glücklicheren Schiedsrichterentscheidungen sogar einem Sieg näher gewesen wäre als nur dem einen Punkt bei der 3:4 Niederlage nach Penalty-Schießen. Nach dem Führungstreffer durch Björn Friedl in der 3. Minute nutzte Peiting die erste Strafe gegen Füssen zum Ausgleich in der 12. Minute. Eine noch zweifache Hinausstellung gegen den EVF nutzte Peiting dank der hervorragenden Abwehrleistung nicht. Die zweite Hinausstellung eines Peitinger Spielers in diesem Abschnitt ergab das verdiente 1:2 Drittelergebnis durch Eric Nadeau. Im zweiten Abschnitt war es Raphael Rohwedder, der in der 29. Minute eine Strafzeit zum dritten Füssener Treffer nutzte. Ein nicht geahndetes Foul gegen Füssen begünstigte dann den 2:3 Abschlusstreffer durch Fröhlich in der 36. Minute. Im letzten Abschnitt kam die entscheidende Unsicherheit des Hauptschiedsrichters: Nach Reklamationen der Peitinger sprach er gegen Maaßen wegen angeblichem Bandenchecks nach Rücksprache mit einem Linienrichter, eine Strafe aus, obwohl er selbst dem Geschehen am nächsten gestanden und zunächst gar keine Strafe angezeigt hatte. Danach erfolgte der Ausgleich in der 54. Minute. Beim Penalty-Schießen, wo der Peitinger Torwart das Tor zweimal ungeahndet verschob, traf Peiting zweimal, Füssen nur einmal. Zwei schwere Brocken warten auf den EV Füssen. Am Freitag kommt um 19.30 Uhr der EC Bad Tölz und am Sonntag muss man um 19 Uhr beim Tabellenführer Herne antreten.

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