Wertacher Schützen müssen Schießstände aufrüsten

Gutachten durchkreuzt Pläne

Ein Teil der Geehrten: Edmund Neuhauser (v.l.), Karl Frick, Max Führer, Ludwig Diedrich, Manfred Driendl, Klemens Hennig, Marlene Blenk und Markus Burkhardt.

Wertach – „Viele kleine Taten machen große Taten“, sprach Schützenmeisterin Renate Tichacek am Ende der Generalversammlung den Wertacher Schützen Mut zu.

Mut und Tatkraft werden die Schützen in den kommenden Monaten auch benötigen. Und Geld – Geld, das der Verein in den vergangenen Jahren eigentlich für notwendige Renovierungen des Schützenhauses angespart hatte. Die Ergebnisse der „sicherheitstechnischen Überprüfung der Schießstände“ machen jedoch einen Strich durch den bereits aufgestellten Sanierungsplan. Denn die gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien an den Schießständen müssen die Schützen zuerst umsetzen, sonst droht die Schließung der Stände, bestätigte Zweiter Schützenmeister Gerhard Bauer auf Nachfrage von Karl Gebhart. Die neuen Richtlinien gelten seit Dezember 2012.

 In einer Präsentation zeigte Bauer die festgestellten Mängel auf, die sowohl den Luftgewehr- als auch den 50 Meter KK-Stand betreffen. Insgesamt gehen die ersten Schätzungen von allein 13.000 Euro Materialkosten aus. Selbst wenn die Schützen viele Arbeitsstunden in Eigenleistungen erbringen, steigt der Mittelbedarf auf rund 20.000 Euro, da aus Haftungsgründen Fachfirmen Arbeiten vornehmen müssen. „Das kann der Schützenverein nicht alleine stemmen“, führte der Zweite Schützenmeister weiter aus und appellierte an Wertachs Bürgermeister Eberhard Jehle, der anwesend war, den Schützenverein finanziell zu unterstützen und den notwendigen Umbau zu fördern. 

Jehle bat um einen schriftlichen Antrag, der gleich in der kommenden Sitzung des Finanzausschusses behandelt werden soll. Der Haushalt für 2019 sei noch nicht abschließend erstellt. 

Anschließend blickte Schriftführerin Josefine Gebhart auf das Jahr zurück. Viele Veranstaltungen und Schießwettbewerbe finden im Schützenhaus statt, erklärte Gebhart. Im vergangenen Jahr ging erneut das Wertacher Vereineschießen mit großer Beteiligung über die Bühne. Sportwart Stefan Schreieck gab einen Überblick über die zahlreichen Beteiligungen der Schützen an auswärtigen Schießveranstaltungen und Meisterschaften. Die Platzierungen und Erfolge können sich sehen lassen, so der Sportwart.

 Beeindruckend sei auch die große Leistungsbereitschaft der Aufgelegt-Schützen, für die im vergangenen Jahr eine Schulung zur Technikverbesserung stattfand.

22 Ehrungen

Von einer eindrucksvollen Kassenführung durch Monika Wirtz sprach Kassenprüfer Josef Rief und bat um Entlastung, der die Versammlung einstimmig nachkam. 

Bei den Teilneuwahlen bestätigten die Versammelten die vier Amtsinhaber: Zweiter Schützenmeister Gerhard Bauer, Schriftführerin Josefine Gebhart, Gesellschaftsausschussvorsitzende Barbara Bauer und Beisitzer Roland Epple. Wie verwurzelt der Schützenverein in der Wertacher Gemeinde ist, wurde bei den vielen Ehrungen an diesem Abend deutlich. So zeichneten die Schützen gleich 22 Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein aus. 

Davon ehrte der Vorstand stolze vier Mitglieder für 65 Jahre: Edmund Neuhauser, Ida Guggemos, Fritz Schöferle und Karl Frick. 50 Jahre Mitglied im Schützenverein Wertach ist bereits Ludwig Dietrich. 40 Jahre engagieren sich hier Winfried Eggel, Willi Heinisch, Klemens Hennig, Helmut Huber, Arnold Martin, Hans Silberbauer und Hubert Tichacek, Manfred Driendl und Max Führer. Für 25 Jahre Vereinstreue erhielten ihre Urkunden Markus Laure, Martin Hiller, Marlene Blenk, Markus Burkhardt, Rudolf Egger, Jürgen Laure, Lipp Carmen und Michaela Neuhauser.

kb

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