"Lechi" hat mittlerweile nicht nur eine Stimme, sondern eigene Folgen auf Youtube und Facebook

Vom Maskottchen zum Internet-Star

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Ferdinand Pfefferkorn ist die Stimme des „Lechis“.

Reutte – Mit einem Maskottchen wollte die Region das Lechtal damals familien- und kinderfreundlich darstellen. So entstand die Frage: Wie soll dieses aussehen? Welche Form soll es haben – soll es ein Tier sein oder ein Mensch? …oder sogar ein Wichtel? Mittlerweile ist der Lechtalwichtel „Lechi“ ein richtiger kleiner Internet-Star mit einer eigenen Stimme.

Im Hause kdg (im Grafikstudio) entstand 2015 bereits ein grober Entwurf für ein Lechtaler Maskottchen. Der Tourismusverband Lechtal griff dieses auf und feilte noch am Erscheinungsbild. Es bekam eine andere Mütze, einen neuen Gürtel und auch an der Farbe wurde noch etwas geändert. Schließlich sollte es ja „regionspezifisch“ aussehen und natürlich ins Lechtal passen. 

Nach gemeinsamer Abstimmung war nach einiger Zeit der „Lechi“ geboren. Im Sommer 2016 wurde der neue „Wanderpass“ veröffentlicht, alle drei Jahre erscheint eine neue Auflage. Dort trat „Lechi“ das erste Mal in Erscheinung. „Die mit dem Maskottchen abgedruckten Wanderungen und Aktivitäten sind besonders familienfreundlich und für Kinder ein Erlebnis“, erklärt Anja Krämer vom Tourismusverband Lechtal, zuständig für Marketing und PR. 

Die angebotenen Wanderungen für Kinder und Familien, durch den „Lechi“ gekennzeichnet, seien sehr beliebt und würden gut angenommen. Dazu gibt es in den Tourismusbüros Mal- und Rätselhefte. Auch die im „Wanderpass“ angebotenen Aktivitäten für Kinder, wie zum Beispiel die Hüttenwanderungen, kämen sehr gut an. Einzelne Stationen müssen dabei durch einen Stempel an den Hütten vermerkt werden. Sind alle Hütten abgestempelt, gibt es für jedes Kind einen Schlüsselanhänger, eine Wandernadel und eine Urkunde. Das komme besonders gut an und motiviere Familien und Kinder gemeinsam die Natur zu erkunden.

An Weihnachten 2017 brach für „Lechi“ dann eine neue Ära an: Er bekam eine Stimme. Ziel des Tourismusverband Lechtal war, den Lechtalwichtel noch lebendiger werden zu lassen. Durch die Stimme wurde er noch realer – man hat das Gefühl „es gibt ihn wirklich“, so Anja Krämer. Seitdem wird der „neue“ „Lechi“, der schon im Dezember 2017 und im Januar 2018 für insgesamt neun Folgen jeden Freitag in den sozialen Medien auf Facebook und auf Youtube lief, gut angenommen. 

Nach einer kleinen Pause ist er seit kurzem mit neuen Folgen jeweils freitags wieder auf Facebook und Youtube zu sehen und zu „hören“. Dabei gibt er Urlaubstipps für Familien und Kinder, informiert über alle Neuigkeiten und Highlights in der Region und tritt auf witzige Art und Weise an ständig wechselnden Orten auf.

Lässig und aufregend

Doch wer steckt eigentlich hinter der „Stimme“ des „Lechis“? 

Die Lösung des Rätsels heißt: Ferdinand Pfefferkorn. Ein witziger und authentischer „Lechtaler Knoa“ mit dem gewissen Etwas. Vom Erscheinungsbild her passte alles auf Anhieb und die ersten Leseproben bestätigten die passende „Stimme“, erinnert sich Anja Krämer. 

Auf die Frage, was ihm als „Sprecher“ am Besten gefalle, meinte der 15-jährige: Es sei einfach lässig und aufregend, dem kleinen Wichtel mit der eigenen Stimme einen eigenen Charakter zu verleihen. Das (Ein-)sprechen funktioniert gut. „Ich fühlte mich im Dezember 2017 sehr geehrt, als ich gefragt wurde, ob ich 'Lechi`s Stimme' werden möchte. Da habe ich habe gerne ja gesagt“, erzählt Pfefferkorn. „Durch seine jetzt lebendigen Geschichten und Erzählungen kann sich der Besucher ein gutes Bild vom Naturpark und den Besonderheiten machen – das gefällt mir“, erklärt Ferdinand mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. „Ich freue mich auf die nächsten neuen Folgen und auf viele weitere spannende Erlebnisse mit dem Lechi!“ Auch Ferdinands Mutter Daniela begibt sich dieses Jahr auf neue Erkundungen. Sie lädt im Juni, Juli und August ein zum „Lechi-Abenteuer“. 

Das Hauptthema werde dabei sein, Familien und Kindern die Natur näher zu bringen. Wandern zur Grillstelle, gemeinsames Vorbereiten der Feuerstelle und das Ansetzen einer eigenen „Lechi-Limonade“ sind nur ein paar Beispiele für das, was die Teilnehmer bei den geplanten Wanderungen erwartet. Aber eines sei dabei garantiert: Der Spaß und die Erholung stehen im Vordergrund, und natürlich das Erlebnis „Natur“. Und natürlich wird auch hier der „Lechi“ immer präsent sein. ce

Weitere Infos zu den Wanderungen gibt es in den Tourismusbüros Elbigenalp oder Steeg und unter www.lechtal.at.

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