Tote Fischen in den Seen beunruhigen Füssener

Kein Grund zur Panik

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Auch im Obersee finden Spaziergänge am Wochenende jede Menge tote Fische.

Füssen – Huch, was ist denn da los? Viele tote Fische sind derzeit am Ufer des Alatsees und des Obersees in Füssen zu finden.

Das hat in den Sozialen Medien für etlichen Aufruhr gesorgt. Viele fragten sich: Ist da etwa zu viel Nitrat im Wasser? Oder Schwefel? Oder hat da gar jemand was Giftiges entsorgt? Doch nichts von dem trifft zu, wie jetzt Matthias Heinz, Erster Vorsitzender des Kreisfischereivereins Füssen dem Kreisbote erklärte.

Sie liegen auf der Seite und werden ans Ufer angespült: Außergewöhnlich viele tote Fisch gibt es derzeit im Alatsee und Obersee. „Das ist gar nicht gut, da stimmt was nicht“, kommentierte eine besorgte Füssenerin auf Facebook. „Vom Schwefel ist das auf keinen Fall, vielleicht hat jemand was reingeschüttet, Wasserprobe nehmen“, meinte ein anderer. „Oh oh, das ist ja schrecklich. Was ist denn da los? Würde mich auch interessieren, wie das weitergeht“, fügte einer hinzu.

Doch das ist kein Grund zur Beunruhigung und hat mit Umweltverschmutzung nichts zu tun, wie Matthias Heinz, Erster Vorsitzender des Kreisfischereivereins Füssen, jetzt dem Kreisbote erklärte. Die viele toten Fische kommen vom sogenannten Fischbesatz. Das bedeutet: Junge Fische, die in einer Aufzuchtstation groß gezogen wurden, werden in die Seen gesetzt, um dort „das Blut zu erhalten und zu erfrischen“, so Heinz. Auf diese Weise will man für einen guten und gesunden Fischbestand in den Gewässern sorgen.

 Doch beim Umsiedeln passiert es immer wieder, dass die Kiemen der jungen Fische dreckig werden und sie sterben. „Leider ist das so“, sagte Heinz, obwohl man aufpasse und versuche es zu vermeiden. Sein Verein habe heuer den Forggensee, den Weißensee, den Alatsee und die Faulenbacherseen mit Rotaugen, Karpfen und Schleien besetzt, informierte der Erste Vorsitzende.

Katharina Knoll

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