Mit einem neuen Angebot sollen Montessori-Kinder auf die Regelschule vorbereitet werden

Wenn die Außenwelt näher kommt

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Angelika Stückl (Mitte) informiert über neue Förderungsmöglichkeiten nach den Montessori-Prinzipien.

Füssen – Um ihren Schülern den Wechsel auf eine Regelschule einfacher zu machen, bietet die Montessori-Schule ab sofort in Zusammenarbeit mit dem Montessori-Lernkreis Kaufbeuren eine spezielle Vorbereitung für den Übertritt in weiterführende Schulen an.

Darüber hinaus werden nach den Faschingsferien nicht nur für Montessori-Schüler zusätzliche Förderungs- sowie Nachhilfemöglichkeiten angeboten. 

Wenn vielleicht auch nicht jeden, so betrifft es doch viele der 24 Mädchen und Buben im Alter von sechs bis elf Jahren, die derzeit die Montessori-Grundschule in Füssen besuchen. 

Eines Tages werden sie auf eine Regelschule wechseln, auf der methodisch ganz anders gelehrt und gelernt wird als an der von Nicole Hecht geleiteten Schule. Diese hat sich der von der italienischen Ärztin Maria Montessori entwickelten Reformpädagogik verschrieben. 

Um auf den Übertritt vorbereitet zu sein, bietet die Montessori-Schule von nun an in Zusammenarbeit mit dem Kaufbeurer Montessori-Lernkreis eine spezielle Vorbereitung für den Übertritt an. Neben Hecht und der ersten Vorsitzenden des Trägervereins der Montessori-Schule Füssen, Claudia Gerle, unterstrich dies am Dienstag Angelika Stückl bei einem Informationsabend in Füssen, zu dem knapp ein Dutzend Besucher erschienen war. 

Dabei machte die Diplom-Montessori-Pädagogin aus Kaufbeuren, die die zusätzlichen Lernangebote in Füssen leiten soll, von Anfang an deutlich, dass sie „keine Wunder bewirken“ könne. Mit ihrer pädagogischen Arbeit versuche sie die Kinder allerdings vor allem im Hinblick auf den Übertritt in eine Regelschule vom eher „spielerischen, motorischen Lernen zum Umgang mit Papier“ zu bringen. 

Schließlich werde an Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien hauptsächlich sogenannter Frontalunterricht praktiziert, der eben anders ablaufe als der mit viel logisch begreifbarem Lehrmaterial vermittelte Unterricht an Montessori-Schulen. 

Länger und nachhaltiger 

In diesem Zusammenhang unterstrich Stückl, dass Montessori-Lernen zwar länger dauere, „aber es ist auch nachhaltiger“. Zudem hielt sie dieser Reformpädagogik zugute, dass „Montessori-Kinder sehr motivierte Kinder“ seien. Immerhin laufe der Lernprozess dabei in einem ziemlich beschützten Rahmen ab. Trotzdem könnten Eltern ihr Kind nicht für immer „von der Außenwelt fernhalten“, betonte Stückl die Wichtigkeit der Vorbereitung auf den Übertritt in eine weiterführende Schule. 

Ebenso bräuchten manche Montessori-Schüler zusätzliche Förderung beziehungsweise Nachhilfe. Das neue Angebot biete die Möglichkeit einer speziell auf das Kind abgestimmten Unterstützung. Dabei solle das Angebot insbesondere hinsichtlich der Nachhilfe nicht nur Montessori-Kindern ermöglicht werden. Vielmehr sei sie „offen für alle Kinder aus dem Grund- und Mittelschulbereich der Regel- und Montessori-Schulen.

lex

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