Manfred Rietzler sichert sich die Aufführungsrechte 

Weitere 12 Jahre Ludwig-Musical

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Das Ludwig-Musical mit Matthias Stockinger in der Hauptrolle wird auch im kommenden Jahr im Festspielhaus aufgeführt. Manfred Rietzler hat sich darüber hinaus die Aufführungsrechte bis 2029 gesichert.

Füssen - Das Musical „Ludwig2“ und Ludwigs Festspielhaus rücken noch näher zusammen: Nach dem großen Erfolg auch in diesem Jahr haben die Verantwortlichen jetzt die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Festspielhausbesitzer Manfred Rietzler hat sich die Aufführungsrechte des Stücks bis 2029 gesichert. Das teilte die Big Dimension GmbH am Donnerstagabend mit.

„Wir wollen das Ludwig-Musical zum Aushängeschild im Festspielhaus machen und langfristig in die Liga der Top-Ten-Spielstätten für Musicals aufrücken. Das Musical und das Haus hier am Originalschauplatz gehören einfach zusammen“, erklärte Rietzler.

Schritt für Schritt soll der Spielbetrieb ausgebaut werden. Für 2018 sind 60 Vorstellungen schon fest geplant. Künftig wollen die Festspielhaus Management GmbH und die Big Dimension GmbH gemeinsam das Musical produzieren.

Für Benjamin Sahler, der bislang Regie geführt und produziert hat, bietet diese Konstellation Planungssicherheit. „Und natürlich mehr Zeit für die künstlerische Entwicklung des Stücks. Wir werden weiter an Verbesserungen arbeiten, wie diesen Mal schon, und der tosende Jubel des Publikums und die Standing Ovations jedes Mal haben gezeigt, wir sind absolut auf dem richtigen Weg und der enorme Qualitätssprung im Vergleich zu 2016 schon deutlich spürbar war", sagte er-

"Das Publikum hat ja getobt wie bei einem Popkonzert, das war einfach unglaublich. Wir sind wirklich überwältigt vom Erfolg. Vor allem am letzten Wochenende der Spielzeit und für die Zusatzvorstellungen hat ein Run auf die Tickets eingesetzt, das war sensationell.“ 

Sahler, der weiterhin Regie führen wird, hatte bislang nur Jahr für Jahr die Aufführungsrechte erworben, erstmals 2016. Nun geht er mit einer völlig neuen Perspektive in die Zukunft. „Das ist einfach großartig, dass wir hier die Sicherheit haben, langfristig die Marke Ludwig2 zu etablieren und zu festigen. Das wird der gesamten Region und dem Tourismus gut tun, auch außerhalb der Hauptferienzeit.“ 

Gespielt werden soll nach aktueller Planung in drei Blöcken, vorrangig an den Wochenenden in den Hauptferienzeiten sowie an Weihnachten. 

Manfred Rietzler ist von einem dauerhaften Erfolg des Musicals fest überzeugt. „Das Ludwig-Musical gehört zu den emotionalsten Musicals überhaupt. Das ist seine große Stärke. Es hat absolut Tiefgang, es berührt die Menschen und bildet hier mit dem eigens dafür gebauten Theater eine einmalige Einheit. Dieses Alleinstellungsmerkmal wollen wir ausbauen." Füssen und das Festspielhaus könnten sich mit anderen berühmten Musicalstandorten messen lassen.

Rietzler will künftig sowohl Marketing- als auch Vertriebsaktivitäten verstärken und vor allem den Bustourismus bundesweit ansprechen. In Bühne und Technik will er weiter investieren. 

Für Benjamin Sahler dagegen ist schon 2016 ein Traum in Erfüllung gegangen, mit der Rückkehr des Musicals elf Jahre nach der Uraufführung im Festspielhaus am Forggensee. Für ihn bleibt der Stoff um Leben und Sterben des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. faszinierend. „Wir leben heute in einer Welt, in der wir genügend Grund hätten, zu weinen oder zu verzweifeln, und uns in den Elfenbeinturm zurückzuziehen“, so Sahler. „Ludwig hat das genau in einer sehr ausgeprägten Form gemacht.“

Für Benjamin Sahler ist Theater Magie. „Und genau hier in Füssen, nahe Schloss Neuschwanstein, können wir etwas Sinnliches, Einmaliges, eben ein Gesamtkunstwerk, schaffen.“

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