Junge Künstlerin stellt 26 Werke aus

Ausstellung "Kunst und Sein" in Füssen: "Weder Frau noch Mann"

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Mal ein deutscher Titel: „Seerosenperle“ ist mit 100 mal 150 Zentimetern das größte Bild von Simone Schramms Ausstellung „Kunst und Sein“.

Füssen – Reiner Zufall sei es, dass auf den Bildern von Simone Schramms jüngster Ausstellung, die jetzt im Billard-Bistro „Kö“ feierlich eröffnet wurde, fast ausschließlich Frauen als Hauptmotive dienen.

So sagte die aus Brandenburg stammende Wahl-Füssenerin am Rande der Vernissage zu „Kunst und Sein“, wie sie ihre aktuelle Exposition von 26 Werken, die noch bis zum 8. März läuft, betitelt hat, schmunzelnd: „Ich male auch Männer.“ Im „Kö“ steht derzeit dennoch das weibliche Geschlecht eindeutig im Fokus von Schramms Gemälden, unter denen die Mehrheit Ölbilder sind. 

Während in „Kunst und Sein“ aber auch ein paar Werke in Mischtechnik mit Pastellkreide die Blicke der Besucher auf sich ziehen, präsentieren sich sämtliche, in kleineren und größeren Formaten zur Schau gestellten Exponate in starker Farbenpracht. 

Zusätzlich zur Malerei, die für Schramm häufig als eine Art „Ventil des Alltags“ fungiert, ist dies wohl eine Form von Aufhellung des Lebens, in dem nach Ansicht der Künstlerin „niemand wirklich frei sein“ könne, „weder Frau noch Mann“. 

Die Beschäftigung mit der Kunst als ganz individuelle Methode zur Befreiung von bestimmten Sachzwängen habe sie bereits als kleines Kind entdeckt und Stift und Papier als Mittel dafür eingesetzt, erläuterte Schramm den ungefähr 30 Besuchern der von Renate Bähner, Bettina Höcker und Astrid Schmitz alias „Die Sternschnuppen“ musikalisch umrahmten Vernissage mit. 

Vorwiegend in englischer Sprache gehalten, spiegeln die Titel zahlreicher Bilder Schramms trotz ihrer oberflächlich wirkenden Helligkeit die oftmals tiefgründigen Gedanken der Malerin wider.

Demzufolge regen unter anderem „The merge“ („Die Verschmelzung“), „Fawn“ („Katzbuckeln“), „Vibes speak louder than words“ („Schwingungen sprechen lauter als Worte“), „Your sound“ („Dein Klang“), „A new born spring“ („Ein neu geborener Frühling“), „Seerosenperle“ und „Transformation“ dazu an, nicht nur über die Kunst, sondern auch das Sein nachzudenken.

lex

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