Kultur im Kraftwerk

Ohne Verstärker, aber mit harmonisch klingenden Akustikgitarren tritt das Trio „Propeller“ im alten Kraftwerk auf. F: cf

Hundert Besucher haben kürzlich im Rahmen des Festivals „Vielsaitig“ am ungewohnten Ort, im alten Kraftwerk, ein Spektakel erlebt. Präsentiert wurden Bilder, Plastiken, Installationen – und vor allem aber Live-Musik. Nicht zu vergessen die Vertikalseil-Akrobatik, die Beifallstürme erntete.

Die Organisatoren Peter Jente und Herbert Biller hatten für eine typische Basar-Atmosphäre gesorgt, die großen Anklang beim Publikum fand. Ünsal Motor aus Marktoberdorf eröffnete im Kesselwerk den Reigen der Auftritte. Mit seiner Saz, einer Langhalslaute, stieg der 43-jährige hinauf zur improvisierten Bühne und faszinierte durch sein Lautenspiel. Anschließend zeigte das Propeller-Trio sein Können. Aus Kempten stammt das gut aufgelegte Trio, das in Füssen viele Fans hat. Die auf Akustik-Gitarren gespielten Stücke kündigten die Hut tragenden Musikern als „orientalisch angehaucht“ an und ernteten dafür Jubelstürme. Den imaginären Hut zog danach das Publikum im Kraftwerk vor Victoria Roos, die in Rotterdam Akrobatik studiert und eine atemberaubende Performance lieferte. Die 30-jährige Artistin schwang sich auf einem acht Meter langen Seil in die Höhe: ein Kraftakt, der allerdings federleicht aussah. Den zweiten Teil des Abends eröffnete die Trommelgruppe von Luis Brugger. Zuvor hatten sich viele Besucher noch gestärkt. Es gab „nur“ einen deftigen Berberteller, weil der Koch, der die „Vielsaitig“-Gäste mit seinen orientalischen Kostbarkeiten verwöhnen wollte, überraschend und kurzfristig abgesagt hatte. Dieses Problem hat Peter Jente mit schmackhaften Essen aus der Füssener Markthalle souverän gelöst.

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