Musik wird zum Erlebnis

Füssener "Kaisersaalkonzerte" wollen mit einer interessanten Mischung überzeugen

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Kulturamtsleiterin Karina Hager studiert das diesjährige Programm.

Füssen – Längst ist die Reihe der vom Füssener Kulturamt veranstalteten „Kaisersaalkonzerte“ so beliebt bei den Musikfreunden aus Nah und Fern, dass rund ein Drittel des Kartenangebots von treuen Abonnenten abgerufen wird.

Der Vorverkauf beginnt heuer wegen Pfingsten bereits am 23. April, wie Füssens Kulturamtsleiterin Karina Hager vergangene Woche in einem Pressegespräch mitteilte. 2017 waren die Füssener „Kaisersaalkozerte“ praktisch ausverkauft, berichtete Hager. Das liegt zum einen sicherlich am besonderen Ambiente. Vor allem aber kann Füssen mit der Reihe ein Konzertprogramm anbieten, das ohne Frage großstädtisches Niveau besitzt.

Ihre ganz besondere Note bekommen die „Kaisersaalkonzerte“ darüber hinaus auch in diesem Jahr durch das Mitwirken von Instrumentalisten mit Wurzeln oder einem anderen liebevollen Bezug zur Stadt am Lech auf der Bühne. „Hier wird Kammermusik mit international renommierten Ensembles zum Erlebnis. Nicht nur barocke Werke, auch die Musik der nachfolgenden Epochen, die die direkte Verbindung zwischen Musikern und Publikum sucht, kommt bei uns im Kaisersaal eindrucksvoll zur Geltung“, sagte Hager. 

Einer dieser Künstler mit hiesigen Wurzeln ist der 1968 in Füssen geborene Manfred Schumann, der mit seiner Kunst am Violoncello Karriere gemacht hat. Schumann tritt als Solist auf. Das Kammerorchester Füssen unter der Leitung von Gertraud Helmer wird mit ihm am Samstag, 30. Juni, unter anderem Werke von Haydn, Händel und Ireland spielen.

Gespannt sein darf man auch auf Hyun Jung und Julius Berger, deren sehr persönlich gestalteter Abend am Mittwoch, 30. Mai, mit dem Titel „Aus meinem Leben“ überschrieben ist. Dabei erklingen die virtuos gespielten Violoncelli in einem Programm, das der Augsburger Professor Berger zusätzlich mit eigenen Texten und Gedichten gestaltet – eine Premiere.

Sieben Konzerte

„Darüber hinaus“, so Hager weiter, „ist im Foyer des Kaisersaals eine Fotoausstellung von Julius Berger zu sehen.“ Diese trägt den Titel „Tautropfen“. 

Die Kulturamtsleiterin freut sich auch darüber, dass der „vielbeschäftigte Pianist“ Matthias Kirschnereit im Sommer einmal mehr nach Füssen kommt. Gastieren wird er am Donnerstagabend, 9. August. Eröffnet werden die diesjährigen „Kaisersaalkonzerte“ mit insgesamt sieben Konzertabenden übrigens am 24. Mai. Dabei wird Hager dem Publikum das renommierte Quartett „Echoes of Swing“ vorstellen, das seit nunmehr 20 Jahren besteht. Keinen Free Jazz, sondern „schöne Musik, die man sich öfter anhören sollte“, wird das „Frankfurt Jazz Trio“ dem Füssener Publikum am Mittwoch, 25. Juli, bieten Die „Hamburger Ratsmusik“ wiederum kann auf eine 500-jährige Geschichte verweisen. 

Das Füssener Publikum darf sich hier freuen, dass im Ensemble eine Laute von Wendelin Tieffenbrucker aus der Zeit Ende des 16. Jahrhunderts erklingt. Zu hören sind deren Klänge am Freitag, 15. Juni. Beginn der Konzerte ist übrigens jeweils um 20 Uhr. 

Wenige Restkarten

Kulturamtsleiterin Karina Hager wies im Pressegespräch außerdem auf den Vorverkauf hin, in dem bereits viele Karten reserviert werden. Interessierten rät sie deshalb, „sich nicht auf die Abendkasse zu verlassen“. Hier sei immer nur – und das auch nicht an jedem Konzertabend – „mit wenigen Restkarten zu rechnen“.

kb

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