"Allgäuer Moorallianz" wird ausgezeichnet

Walter Ernst, Vorstandsmitglied bei KUMAS (v.l.), Günter Riegel, Projektleiter bei der Allgäuer Moorallianz, Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender der Allgäuer Moorallianz, und Thomas Nieborowsky, Geschäftsführer bei KUMAS, bei der Preisübergabe. Foto: KUMAS

Allgäu – Den Zweckverband Allgäuer Moorallianz hat der Förderverein KUMAS–Kompetenzzentrum Umwelt e.V. als eines von drei Leitprojekten in Höchstädt ausgezeichnet. Landrat Johann Fleschhut, Vorsitzender des Zweckverbandes, nahm die Urkunde von KUMAS-Vorstandsmitglied Walter Ernst entgegen. 

Weitere Preisträger sind das Augsburger Passivhaus-Zentrum und ein ökologischer Dämmstoff der Bau-Fritz GmbH. Als Leitprojekte werden Verfahren, Produkte, Dienstleistungen oder Entwicklungen gekürt, die umweltfreundlich sind. KUMAS unterstützt sie dann ein Jahr lang im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit. „Wir freuen uns, dass mit der Moorallianz ein Preisträger dabei ist, der sich aktiv um den Umwelt- und Moorschutz kümmert“, so Ernst bei der Preisverleihung.„Die Auszeichnung als Kumas-Leitprojekt ist eine schöne Bestätigung und bestärkt uns in dem Ziel, bundesweit eine Modellregion für den Moorschutz zu werden“, freute sich Landrat Johann Fleschhut bei der Übergabe. „Unsere Kompetenz im Moorschutz stärkt unser Image als Urlaubslandschaft mit intakter Natur – und dient daher auch dem Tourismus“, so Landrat Fleschhut weiter. Eine „tragende Säule“ der Allgäuer Moorallianz, ist die Landwirtschaft, die bei den Projekten beteiligt und gefördert werden soll.Die Allgäuer Moore zählen wegen ihrer Größe, der Vielfalt an Moortypen und ihrem Artenreichtum in Flora und Fauna zu den wertvollsten Moorlandschaften in Mitteleuropa. Mit finanziellen Mitteln aus der Bundesförderung „chance.natur“ und des Bayerischen Umweltministeriums will die Allgäuer Moorallianz die Moore schützen, entwässerte Moore wiedervernässen und dadurch die Funktion der Moore für den Klimaschutz stärken. Denn in intakten Mooren wird Kohlenstoff im Torf dauerhaft gespeichert. Entwässerte Moore sind dagegen eine Quelle für den Kohlenstoff. In Zusammenarbeit mit den Landwirten aus der Region wird die Nutzung der Moore, wie etwa die Mahd der Streuwiesen, gefördert und so versucht die Artenvielfalt der Landschaft zu erhalten. Moore zählen zu den am stärksten gefährdeten Biotoptypen in Deutschland. Deshalb besteht Handlungsbedarf. kb

Meistgelesen

Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau
Rückzug mit Ansage
Rückzug mit Ansage
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Außerferner Sozialdemokraten stellen ihre Pläne für die Zukunft vor
Ein "ordentlicher Haushalt"
Ein "ordentlicher Haushalt"

Kommentare