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Kundgebung in Füssen: Ein Zeichen für die Liebe

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Demo in Füssen
Etwa 45 Teilnehmer haben sich am Montagabend in der Fußgängerzone eingefunden, um für Solidarität in der Corona-Krise zu demonstrieren. © Füssener Bündnis für Demokratie und Solidarität

Füssen – Unter dem Motto „Nächstenliebe und Solidarität” fand am Nachmittag des Valentinstages eine Kundgebung des „Bündnis für Demokratie und Solidarität” statt.

Die etwa 45 Teilnehmer, darunter viele aktive Mitglieder des Bündnisses, zogen dabei durch die Altstadt.

Zu Beginn der Veranstaltung wiesen die Organisatoren darauf hin, dass gerade in Zeiten der Pandemie die Unsicherheit vieler Menschen nur durch das Wahrnehmen von Sorgen und Nöten und aktives Unterstützen der Mitmenschen gelindert werden könne. Im Rahmen eines Rundlaufes durch die Altstadt verschenkten die Teilnehmer Rosen an Passanten, um „ein Zeichen für Liebe und Zusammenhalt in der Gesellschaft” zu setzen, wie es in einer Pressemitteilung des Bündnisses heißt.

Nach Angaben der Organisatoren hätten sich zudem viele dem Umzug spontan angeschlossen. Besonders das Mitlaufen von einigen Jugendlichen, die sich mit dem Plakat „Ich bin ein Lebensretter – Impfen schützt“ hätten identifizieren können, zeige nach Auffassung des Bündnisses die Bedeutung von solidarischem Handeln in der Pandemie gerade für die jungen Menschen.

Gegen »Hass und Hetze«

Eindringlich appellierte Markus Rundt, Organisator des Abends und einer der Sprecher des Bündnisses, wie wichtig weiterhin ein konsequenter Einsatz für die Rechte der Schwachen in der Gesellschaft ist. „Nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene sind traumatisiert von den letzten beiden Jahren voller Änderungen und Entbehrungen – und brauchen zwingend Sicherheit und Klarheit“, betonte er.

Das Bündnis sieht aktuell im lauten und auch aggressiven Aufbegehren von Minderheiten gegen parlamentarische Entscheidungen ein dramatisches Zeichen dafür, dass die Demokratie durch rechtspopulistische Gruppen aktiv gefährdet und unterwandert wird. Es will der Gesellschaft durch stetige Aktionen bewusst machen, dass man „Hass und Hetze” nicht dulden dürfe und Demokratie pflegen muss.

Während die Abschlussrede der genehmigten Veranstaltung noch lief, fanden sich wenige Meter weiter Gegner der Coronamaßnahmen zu einem laut Bündnis nicht angemeldeten „Spaziergang“ ein. Dies führte spontan zu dem dringenden Appell der Bündnis-Demonstranten an die Stadt und das Landratsamt, auf die konsequente Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien zu achten. Der „Spaziergang“ habe jedoch keinen Einfluss auf das positive Umfeld und die Gestaltung der durch das „Bündnis für Demokratie und Solidarität” organisierten Veranstaltung.

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