Sommerfest der Künstler

Staunen und mitreißen ließen sich nicht nur Kinder von Luis‘ Percussion-Session. Foto: nis

Füssen – Fast 45 Künstler, vorwiegend aus dem südlichen Ostallgäu und Außerfern, haben am Samstag ihre Werke beim Kunst- und Kultur-Festival mit BBQ (Beats und Barbeque) in den Kunsthallen am Lech vorgestellt. Menschen aller Altersstufen kamen vorbei, um sie sich anzusehen und zu feiern.

Ob Maler, die Öl- und Acrylfarben oder Airbrush benutzen, Bildhauer, Metallkünstler, Holzschnitzer, Zeichner, Schmuck-, Keramik- oder Modedesigner, alle zeigten Auszüge ihrer Arbeiten. Aber nicht alle der Künstler verdienen ihr tägliches Brot mit der Kunst. Viele gehen ganz normalen Berufen nach und haben sich in ihrer Freizeit der bildenden oder experimentellen Kunst verschrieben. 

Je weiter der Samstagnachmittag unter glühender Hitze fortschritt, desto mehr Menschen kamen in den Künstlerhof. Als „Luis und Freunde“ mit ihrer Percussion-Session im hinteren schattigen Hof einheizten, schmolz auch das letzte Eis. Kinder staunten, bewegten sich mit der Musik, junge Menschen tanzten zu den Rhythmen, Mütter sangen und die Künstler klatschten vor ihren Ausstellungszelten mit. 

Die Vorfreude auf die „Party-Nacht“ mit namhaften DJs nahm zu und wurde mit in die „Blaue Stunde“ genommen, die allerdings im tobenden Gewitter mit Sturmböen endete. Zeltdächer wurden weggefegt, Bilder flogen umher. Trotzdem ließen sich nassen Besucher und Künstler, die sich in Peter Jente‘s Atelier in Sicherheit gebracht hatten, nicht lange die Laune verderben. Die ersten jungen Bands traten auf und ließen das stürmische Wetter draußen vor der Tür. 

Regionalen Künstlern eine Bühne geben

Die Idee zum Festival á la Tollwood hatte Ralph Tönnies, der seit Jahren mit dem Maler und Atelierbesitzer in den Kunsthallen, Peter Jente, befreundet ist. Unter Freunden redet man schon mal über das kommende Sommerfest, und schon war die Idee zum Kultur-Event mit Grillen geboren. Kaum einer der ausstellenden und vortragenden Künstler musste Standgebühr bezahlen. Finanzieren sollte sich das Festival durch Einnahmen aus BBQ-Essen und Trinken. Lichtkünstler und DJs – die meisten Freunde von Ralph Tönnies und Peter Jente – unterstützten außerdem mit ihrem Einsatz das Engagement. „Der Region gebündelt zeigen, welchen Künstlerschatz sie hat“, sei die Triebfeder gewesen, „Kunst, ist alles, auch Musik“, sagt der Organisator und fügt hinzu, „jeder soll die Chance haben, sich und seine Kunst vorzustellen.“jl

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