Kutschenunglück vor Schloss Neuschwanstein: Ursache bleibt unklar

Die Unglückskutsche, die am Ende ihrer Irrfahrt einen Baumstumpf am Straßenrand gerammt hatte. Foto: Sommer

Fünf der acht Verletzten des Kutschenunfalls unterhalb von Schloss Neuschwanstein am Montagmittag (der KREISBOTE berichtete) liegen weiterhin im Krankenhaus, sind aber auf dem Weg der Besserung. Das gab die Polizei jetzt bekannt. Die Ursache des Unfalls, bei dem die Pferde einer Kutsche durchgegangen waren, ist laut Polizeisprecher Thorsten Ritter weiterhin unbekannt. Gegen den verantwortlichen Kutscher wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Neben einer Mutter aus Rheinland-Pfalz mit ihren beiden Kindern befinden sich noch eine japanische Touristin, die Knieverletzungen erlitten hatte, und der Kutscher der zweiten beteiligten Kutsche wegen einer Gehirnerschütterung in stationärer Behandlung. Ein technischer Defekt an der Kutsche lag nicht vor, ob die Handbremse des Gefährts angezogen war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Unklar ist auch, was die Pferde aufgeschreckt hat. Die bisherigen Ermittlungen, insbesondere die Vernehmung verschiedener Zeugen, ergaben keinen Hinweis, warum die Pferde plötzlich durchgingen und bergab galoppierten. Die Beamten machen sich offenbar keine Hoffnungen, diese Frage noch zu klären. „Da bräuchten wir schon einen Pferdeflüsterer“, meinte Ritter gegenüber dem KREISBOTEN. In Bayern gibt es keine gesetzlichen Vorgaben zum Betrieb von Kutschen, heißt es von Seiten der Polizei. Verschiedene pferdesportliche Vereinigungen verfügen über Regelwerke für Kutschenfahrer, diese sind jedoch gesetzlich nicht bindend.

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