"Längst überfälliges Werk"

Füssen – In sehr feierlichem Rahmen wurde jüngst im Fürstensaal des ehemaligen Klosters St. Mang der „Auftakt in eine neue Herkomer-Ära in diesem Kloster“ gemacht, wie Füssens Bürgermeister Paul Iacob dabei anlässlich der offiziellen Vorstellung des Buches „Johann Jakob Herkomer (1652–1717)“ von Dr. Ingo Seufert erklärte.

Wie der Stadtoberste Iacob waren hierbei denn auch der Kaplan von St. Mang, Julius Kreuzer, sowie der Verleger Josef Fink nicht nur voll des Lobes für den „vollkommenen Baumeister“ Herkomer, sondern auch für den Autor Seufert. Habe dieser doch laut Kreuzer ein Buch geschrieben, „das einen besonderen Mann für ein besonderes Kloster in einer besonderen Stadt“ vorstelle und nach Meinung Iacobs „längst überfällig“ gewesen sei, während er für Fink schlichtweg als „Ideal eines Autors“ gelte. Musikalisch von Countertenor Albert Frey und Linda Bubreg am Cembalo begleitet, vollzog sich diese „angemessene Präsentation dieses Buches“, wie Fink sich freudig äußerte, dabei zudem vor den Augen und Ohren zahlreicher Gäste, die in den Fürstensaal gekommen waren. Demzufolge wurden sie auch Zeugen eines längeren Vortrags des in Kempten geborenen Kunsthistorikers Dr. Ingo Seufert, in dem dieser den Lebensweg und das Lebenswerk des bereits „zu Lebzeiten gefeierten“ Herkomers skizzierte und damit gleichzeitig umfangreiche Einblicke in den Inhalt seines Buches gewährte. Demgemäß habe Herkomer, der auch „Fresco-Maler“ war, „wie kaum ein anderer schwäbischer Barockkünstler nachhaltig die Architekturlandschaft seiner Heimat geprägt.“ Schließlich seien nach Auskunft Seuferts in Herkomer die Fähigkeiten eines „vollkommenen Baumeisters, Stukkators und Malers“ zusammengeflossen. Mit dem „vorliegenden Werk“ habe es sich Seufert daher zum Ziel gesetzt, das künstlerische Schaffen Herkomers in all seinen Facetten vorzustellen und ins Bewusstsein eines breiteren Publikums zu rücken. Was nach Ansicht des „Kunstverlag Josef Fink“, Lindenberg, bei dem das zahlreiche bebilderte, 112 Seiten dicke Werk erschienen ist, „umso notwendiger“ erscheine, „als es bisher keine zusammenfassende Darstellung über Leben und Werk jenes bedeutenden Allgäuer Künstlers gibt.“

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