Alarmierende Zahlen für Füssener Hotels

Vor allem Füssen und Umgebung sind betroffen: Chinesen bleiben weg

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Ein Besuch auf Schloss Neuschwanstein gehört zum Pflichtprogramm chinesischer Touristen. Doch die bleiben seit Ausbruch der Corona-Krise weg.

Füssen – Ein Besuch der Königsschlösser ist Pflichtprogramm für Touristen aus China. Vor allem einige Hotels in Füssen profitieren seit Jahren enorm von dem Reiseboom aus Fernost. Umso härter trifft sie  die aktuelle Situation: Die Zahl der Gäste aus China sank im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 91,2 Prozent.

Damit besuchten laut Bayerischem Landesamt für Statistik unterm Strich noch genau 473 Chinesen die Lechstadt. Die Zahl der Übernachtungen chinesischer Touristen in Füssen ging im gleichen Zeitraum um 90, 2 Prozent zurück. Damit ist Füssen laut einer Mitteilung des Landesamt für Statistik vom Dienstagmorgen mit Abstand die am härtesten von dem Rückgang betroffene Stadt in Bayern. 

Gleich darauf folgt die Landeshauptstadt München, wo im Februar 5200 Gäste aus China registriert wurden. Im Februar des vergangenen Jahres waren es noch 13.250. Mit einem Anteil von nunmehr 0,9 Prozent am gesamten Gästeaufkommen in der Landeshauptstadt (Februar 2019: 2,3 Prozent) „wirkte sich dies jedoch nur bedingt auf das Münchner Gesamtergebnis mit knapp 0,6 Millionen Gästeankünften und rund 1,1 Millionen Übernachtungen im Februar aus“, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Im Vergleich dazu ist Füssen weitaus härter von dem Rückgang betroffen. Laut Füssen Tourismus und Marketing (FTM) besuchten im vergangenen Jahr insgesamt 65.351 Chinesen die Lechstadt. Das entspricht rund 12 Prozent des Gesamtgästeaufkommens im vergangenen Jahr. Mit 69.985 lag die Zahl der Übernachtungen durch Touristen aus China sogar noch leicht darüber (rund fünf Prozent). 

Gleichfalls vor allem betroffen vom Ausbleiben chinesischer Touristen sind Erding, das ein Minus von 48,1 Prozent bei den Gästen verzeichnen musste. In Nürnberg ging die Zahl der Gäste aus China um 43 Prozent ebenfalls spürbar zurück. 

In Bayern sank die Zahl der chinesischen Gäste im Februar insgesamt um 69,3 Prozent auf 10.028 Besucher.

kb/mm

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