Lachen trotz Corona

Landestheater Dinkelsbühl begeistert in Pfronten mit "Mein Freund Harvey" 

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Gekonnter Humor auf der Bühne: Mit „Mein Freund Harvey“ erheitert das Landestheater Dinkelsbühl das Publikum im Pfarrheim Pfronten.

Pfronten – Die Theatergemeinde Pfronten-Nesselwang wollte sich den Spaß des Genusses der Komödie „Mein Freund Harvey“ nicht verderben lassen, und so kamen kürzlich etwas mehr als 100 Besucher ins Pfarrheim St. Nikolaus, um sich köstlich zu amüsieren.

Die Vorstellung des Landestheaters Dinkelsbühl mit dem Stück von Mary Chase war noch nicht abgesagt worden, weshalb das Publikum auch in Zeiten des Corona-Virus viel lachen durfte.

Dies geschah jedoch überwiegend im nötigen, nicht die Gesundheit gefährdenden Mindestabstand der Zuschauer voneinander, die weiträumig verteilt im Saal des Pfarrheims saßen. Zumindest zeitweise engeren Kontakt zueinander hatten die Darsteller auf der Bühne, die sich trotzdem bestens disponiert präsentierten und ihrer Aufgabe, das Publikum wenigstens rund eineinhalb Stunden lang zu zerstreuen, nachkamen.

Gelungene Partie

So bildete die lustige Geschichte um Elwood P. Dowd, den Knut Fleischmann ebenso ausgezeichnet verkörperte wie seine Schauspielkollegen ihre Rollen, und seinen für die meisten anderen unsichtbaren Freund Harvey eine sehr gelungene komödiantische Darbietung. Regie führte Peter Cahn.

Daher trugen auch Margarit Ziellenbach in der Rolle von Elwoods Schwester Veta, Laura Mahla als deren Tochter Myrtle, Katharina Felling (Betty Chumley, Mrs. Chauvenet), Andreas Gräbe (Gaffney, Wilson, Lofgreen), Bernhard Schnepf (Chumley) und Andreas Peteratzinger (Sanderson) mit dem richtigen Tempo und dem angemessenen Maß an Ausdruckskraft den Dreiakter vor. Darin soll zunächst Elwood wegen seines unsichtbaren Freundes, eines etwa 1, 90 Meter großen Hasens, in eine Nervenheilanstalt eingeliefert werden. Doch verfällt das Personal dort nach und nach dessen Charme, bis schließlich sogar Psychiater Chumley anfängt, Elwoods Freund zu sehen. Scheint dieser doch auch ihm die vorübergehende Flucht aus der Realität in ähnlicher Manier zu versüßen, wie es das Landestheater Dinkelsbühl an diesem Abend in vergleichbarer Weise für die Besucher in Pfronten getan hatte.

lex

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