Haus und Grund spricht über energetische Sanierung

Fragen zur Wohngebäudeversicherung beantwortete der Experte Walter Maier. cf

Füssen – Über die Anforderungen, die sich den Immobilienbesitzern mit Blick  auf die Energiewende stellen, sprach kürzlich Dr. Ulrike Kirchhoff. Die Landesvorsitzende des Verbands „Haus und Grund" war zu Gast bei der Jahreshauptversammlung des Füssener Haus- und Grundbesitzer-Vereins.

Nach aktuellen Angaben von Haus und Grund Bayern „stammen nur rund 17 Prozent der Treibhausgasemissionen und 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs“ aus dem Immobiliensektor. Doch laut der Referentin werden die Immobilienbesitzer „stark gefordert“. Die Notwendigkeit einer energetischen Sanierung sieht Kirchhof insbesondere darin begründet, dass die Energiereserven abnehmen und die Abhängigkeiten von den Energieproduzenten steigen. Zudem gebe es die wachsenden Umweltprobleme. Doch viele Gründe sprächen dafür, „dass nicht jede Maßnahme und jede weitere Verschärfung der von den Immobilien zu erfüllenden Anforderungen auch wirklich sinnvoll sind – auch in Hinblick auf den Umweltschutz. 

„Für eine vollständige Sanierung von Mehrfamilienhäusern werden Beträge von zwischen 200 und 500 Euro pro Quadratmeter fällig. Davon entfallen 100 bis 230 Euro auf energetisch bedingte Mehrkosten“, so die Referentin. „Doch diese Investitionen schlagen sich nicht – zumindest nicht offen ersichtlich – in einer wirklich spürbaren Senkung der Energiekosten nieder“, sagte Kirchhoff. „Die Ersparnisse kommen den Mietern zugute“, während der Vermieter auf den Investitionen weitgehend sitzen bleibe. Das Thema „Energetische Sanierung – Sinn oder Unsinn?“ zog sich als roter Faden durch den Abend, den die Füssener Vorsitzende Annegret Viebig-Sandler eröffnet hatte. 

Viebig-Sandler erklärte eingangs: „Wir stehen unseren Mitgliedern beratend zu diesem aktuellen Themenkomplex gern zur Verfügung.“ Auf das große Jubiläum „100 Jahre Haus und Grund“ und den vom Füssener Verein organisierten Landesverbandstag ging die Vorsitzende in ihrem Rückblick näher ein. Viebig-Sandler erklärte, dass ihrem Team „für beide Füssener Veranstaltungen viel Lob“ zuteil geworden sei. „Von den über 200 Gästen bei unserem Verbandstag gab es keine einzige Kritik.“ 

Der Verein habe im Geschäftsjahr sehr gut gewirtschaftet und „einen Überschuss von 2000 Euro erzielt“, so Siegfried Schubert, der gemeinsam mit Anton Paulsteiner die Kasse geprüft hatte. Die Entlastung für den Vorstand erfolgte einstimmig. Zur Hauptversammlung 2014 wird in der ersten Jahreshälfte eingeladen, „um näher am Geschäftsjahr als bisher zu sein“, wie Viebig-Sandler erläutert hatte und dafür allgemeine Zustimmung im Saal erntete. Derzeit zählt der Verein 640 Mitglieder. Auf der Tagesordnung stand anschließend ein Kurzvortrag über Versicherungsfragen. Walter Maier, Direktionsbeauftragter der Hausbesitzerversicherung, empfahl den Zuhörern, den „Versicherungsschutz auf den neuesten Stand zu bringen“. cf

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