Strengere Regeln greifen

Ampel springt auf dunkelrot: Landkreis Ostallgäu überschreitet den Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen

Männer in Schutzanzügen
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Das Ostallgäu hat wie die Stadt Kaufbeuren den Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen in sieben Tagen überschritten. Damit gelten nun nochmals deutlich verschärfte Regeln.

Landkreis/Füssen - Der Landkreis Ostallgäu hat den Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen überschritten. Das teilte die Stadt Füssen auf ihrer Homepage mit. Sie beruft sich dabei auf das Robert-Koch-Institut. Das Landratsamt hat die Überschreitung mittlerweile bestätigt.

Die Corona-Ampel für den Landkreis Ostallgäu und die Stadt Füssen steht also auf DUNKELROT und es gelten die damit verbundenen Beschränkungen. Dazu gehört auch die Vorverlegung der Sperrstunde auf 21 Uhr und eine erweiterte Maskenpflicht.

Was ändert sich bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100?

Die bisherigen Regelungen in Bezug auf Hygiene und Abstand beispielsweise in Vereinssport und Kulturveranstaltungen bleiben wie gehabt in Kraft. Sobald die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 100 pro 100.000 Einwohner überschreiten, gilt zusätzlich:

Private Feiern und Kontakte:

An privaten Feiern - vor allem Hochzeits– oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten - und Treffen dürfen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen nur noch maximal fünf Personen oder zwei Hausstände teilnehmen. Dies gilt auch insbesondere für die Gastronomie.

Sperrstunde für Gaststätten und für den Verkauf von Alkohol:

Gastronomische Betriebe dürfen in der Zeit von 21 bis 6 Uhr keine Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle abgeben. Parallel dazu ist von 21 bis 6 Uhr der Verkauf von Alkohol an Tankstellen oder durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste verboten.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum:

Die Maskenpflicht gilt überall da, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen: auf Begegnungs- und Verkehrsflächen in allen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel in Eingangsbereichen von Hochhäusern, in Fahrstühlen oder in Kantinen sowie in Parkhäusern.

Im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr und den hierzu gehörenden Einrichtungen (also insbesondere Bahnhof, Busbahnhof/Plärrer und sonstige Buswartestellen) besteht bereits jetzt für Fahrgäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, Maskenpflicht (§ 8 Satz 1 der 7. BayIfSMV).

Maskenpflicht in Arbeitsstätten

Es besteht Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen; Gleiches gilt für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

Maskenpflicht in Kultur- und Freizeiteinrichtungen:

In allen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, in Museen, Kino oder Theater müssen Sie auch am Platz eine Maske tragen.

Maskenpflicht bei Veranstaltungen:

Bei allen Kultur- und Sportveranstaltungen sowie bei Tagungen müssen Sie auch am Platz eine Maske tragen. Für Veranstaltungen aller Art gilt die maximale Anzahl von 50 Personen, dazu zählen beispielsweise auch Vereinssitzungen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kirchenveranstaltungen und Demonstrationen.

Maskenpflicht in Schulen:

Alle Schülerinnen und Schüler – auch Grundschüler - müssen im Unterricht eine Maske tragen. Weitere Informationen für den Schulbetrieb folgen.

Sollten die Inzidenzzahlen wieder unter den Wert von 100 fallen, gelten die obigen Regeln nach dem Wortlaut der Verordnung noch weitere sechs Tage vom Zeitpunkt der Unterschreitung an, teilte das Landratsamt in Marktoberdorf am Nachmittag mit. Diese Nachwirkung der Geltungsdauer ist auch für die Regelungen zu den Inzidenz-Grenzwerten 50 und 35 festgelegt.

kb/mm

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