Landkreis Ostallgäu: 2. Preis für Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Am 24.11.2008 hat Sozialministerin Christine Haderthauer in München die Förderpreise für „Kommunale Seniorenpolitik“ vergeben und die 29 Gemeinden und Landkreise in Bayern ausgezeichnet, die „bei der Umsetzung seniorenpolitischer Konzepte Pionierarbeit leisten“.

Der Landkreis Ostallgäu wurde im Regierungsbezirk Schwaben mit seinem Konzept mit dem 2. Preis in der Kategorie Landkreise und kreisfreie Städte ausgezeichnet. Der Preis ist mit 7.000 Euro dotiert. Landrat Johann Fleschhut bei der Preisverleihung: „Wir können stolz sein auf unser Gesamtkonzept. Der Preis ist die Bestätigung für unsere frühe Initiative. Er ist das Ergebnis der intensiven Beteiligung mit Gemeinden, Bürgern und Verbänden. Es hat sich im vergangenen Jahr viel bewegt und wir werden hier weiterhin dranbleiben. Die Auszeichnung mit dem Förderpreis ist uns weitere Motivation für das zukunftsgerichtete Engagement des Landkreises.“ Das Preisgeld werde zweckgerichtet zur Umsetzung von Projekten aus dem Seniorenkonzept verwendet. Ein Teilbetrag werde verwendet, um einen Förderpreis auf Landkreisebene für Seniorenkonzepte und -projekte der Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises auszuschreiben. So wird sich die im Landkreis und in den Gemeinden bereits jetzt bestehende Dynamik noch weiter steigern. Um der künftigen Bevölkerungsentwicklung frühzeitig zu begegnen hat der Landkreis Ostallgäu in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) aus München im Jahre 2008 als einer der ersten in Bayern ein integratives, regionales Seniorenpolitisches Gesamtkonzept entwickelt. Die bestehenden Angebote für ältere Menschen wurden umfassend erhoben, alle Gemeinden wurden zur örtlichen Seniorenarbeit und 2.000 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis wurden zu Ihrer Wohn- und Lebenssituation sowie ihren Wünschen für das Alter befragt. Das Fachwissen der regionalen Experten sowie interessierter Bürgerinnen und Bürger wurde in zwei eintägigen regionalen Workshops einbezogen. Die gesammelten Ergebnisse wurden einem Begleitgremium mit Vertretern der professionellen Altenhilfe (Sozialverbände und Einrichtungen), Kreistagsmitgliedern, den Kirchen, Vertretern der Gemeinden und der Landkreisverwaltung vorgestellt und diskutiert. Der Landkreis wird nach Verabschiedung des Gesamtkonzeptes im Kreistag nunmehr die Ergebnisse konsequent umzusetzen. Allein mit den bestehen Angeboten, die weiterhin dringend benötigt werden, wird es nicht gelingen, der demografischen Entwicklung zu begegnen. Ziel wird es sein, nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ zukünftig auch die gesamte Lebenswelt älterer Menschen mit den notwendigen Versorgungsstrukturen sowie neue Wohn- und Pflegeformen im ambulanten Bereich zu erfassen.

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