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Kahlschlag ohne Folgen

Trotz Veränderungssperre rodet Bauherr Grundstück in Bad Faulenbach

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Kahlschlag: Der dichte Bewuchs auf dem Grundstück Am Anger 1 ist seit dem vergangenen Wochenende Geschichte.

Füssen – Obwohl der Stadtrat unlängst eine Veränderungssperre für das Grundstück Am Anger 1 in Bad Faulenbach erlassen hat, hat Michael Baron Vielhauer von Hohenau am vergangenen Wochenende offenbar die Bäume auf dem Grundstück fällen lassen. Das berichtete CSU-Stadtrat Michael Jakob im Stadtrat.

Sanktionen hat von Hohenau aber keine zu befürchten, erklärte Gudrun Hummel, Baujuristin am Landratsamt Ostallgäu, auf Anfrage des Kreisbote. „Ziel der Veränderungssperre ist etwas zu verhindern, was der Planungsabsicht widerspricht – das ist nicht der Erhalt der Bäume“, sagte sie. 

Zwar hätte der Grundstückseigentümer eine Ausnahmegenehmigung einholen müssen, was er nicht getan habe. Ein Ordnungswidrigkeits-Tatbestand liege aber nicht vor. Eine Veränderungssperre besage zwar, dass eine „erhebliche Veränderung“ des betroffenen Grundstücks nicht erlaubt sei. Aus forstrechtlicher Sicht müsse aber davon ausgegangen werden, dass Gehölz wie auf dem Grundstück in Bad Faulenbach nicht als Wald anzusehen sei. Ohnehin dürfen bis zum 1. März Bäume gefällt werden, so Hummel weiter. 

Allerdings müsse das Vorgehen des Eigentümers noch aus naturschutzrechtlicher Sicht geprüft werden. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hatte bereits am Dienstagabend im Stadtrat darauf hingewiesen, dass aus forstrechtlicher Sicht nichts gegen das Vorgehen des Bauherren gemacht werden könne, da es sich um sogenanntes Privatgehölz handle.

Genau wie das Landratsamt habe aber auch das Füssener Bauamt nichts von den Arbeiten gewusst, sagte Bürgermeister Iacob weiter. „Wir hätten nicht zugestimmt“, betonte er und verwies auf die geltende Veränderungssperre. „Das ist rechtlich so nicht in Ordnung.“ Wie mehrfach im Kreisbote berichtet, plant von Hohenau auf dem Grundstück den Bau eines größeren Wohnhauses. Bei den Bad Faulenbachern und dem Stadtrat stößt das Vorhaben wegen seines Umfangs allerdings auf Ablehnung.

Matthias Matz

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