Landschaft braucht Pflege

Auf dem Gebiet der Landschaftspflege arbeiten die Landkreise und Städte im Allgäu vorbildlich zusammen. Kürzlich fand nun im Duracher Rathaus ein Informationstreffen der Landschaftspflegeverbände Ostallgäu und Oberallgäu statt. Diese sind zusammen mit Naturschutzverbänden und -behörden in der so genannten „Allgäuer Moorallianz" zusammengeschlossen, die das Gebiet der Städte Lindau, Kempten und Kaufbeuren sowie der Landkreise Ober- und Ostallgäu umfasst.

„Hausherr" Herbert Seger, Bürgermeister von Durach und Vorsitzender des Oberallgäuer Landschaftspflegeverbandes hatte den Part der Veranstaltungsmoderation übernommen. Er gab in der Begrüßung seiner Freude darüber Ausdruck, dass so viele „Praktiker", sprich Landwirte anwesend waren. Zunächst informierte sein Kollege als Bürgermeister und Landschaftspflegeverbandsvorsitzender Ostallgäu, Beppo Zeislmeier, die Anwesenden über die Arbeit der Landschaftspflegeverbände. „Ich freue mich, unsere erfolgreiche Arbeit präsentieren zu dürfen", betonte er und nannte Erhalt der Kulturlandschaft, Sicherung der Ferienregion durch Stärkung der heimischen Landwirtschaft als Hauptziele. Neben der vom Bun- desumweltministerium, dem Freistaat und der EU geförderten Moorallianz stellte der Pfrontener Rathauschef in seinem reich bebilderten Vortrag eine große Zahl von wichtigen Projekten wie beispielsweise Pflegemahd, Biotopgestaltung und Hochmoorrenaturierung vor. Dazu kommen Wettbewerbe, Schulungen und Informationstage. Einen „Landschaftspflegehof" bezeichnete er als eventuelle Antwort auf die globale Entwicklung in der Landwirtschaft. Streuverwertung im Allgäu Nach der Vorstellung der Vorstandschaft im Oberallgäu, erläuterte der neue Geschäftsführer Stefan Pscherer seine Ziele: „Ich bin froh, dass ich diese hochinteressante Geschäftsführung übernehmen darf". Anschließend berichtete sein Ostallgäuer Kollege Josef Freuding über das Leader-Projekt „Streueverwertung im Allgäu". Die Landschaft sei ohne Pflege nicht zu erhalten, deshalb müsse das anfallende Mähgut verwertet werden, betonte er. „Wir wollen eine Sicherung der Streuwiesen durch Nutzung erreichen und die Landwirte von der Gleichwertigkeit der Streue mit dem Stroh überzeugen", ergänzte er. Man sei dabei im Gebiet Ost-, Ober- und Unterallgäu sowie in Lindau einen Markt für die Streue aufzubauen. Gerhard Hock, beim Landwirtschaftsamt zuständig für ländliche Strukturentwicklung und Regionalentwicklung-Oberallgäu Geschäftsführerin Dr. Sabine Weizenegger informierten über die geplante Öffentlichkeitsarbeit auf der Kemptener Festwoche. Bevor man gemeinsam die beim Bahnhof aufgebauten Spezialgeräte für die Moorwiesennutzung besichtigte, versicherte Hausherr Herbert Seger in seinem Schlusswort: „Wir sind gewillt, alle unsere wichtigen Landschaftspflege-Projekte umzusetzen, vorher ist allerdings bei den Landwirten noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten."

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