Gemeinde und Kirche beschließen Kindergarten-Neubau südlich der Lechhalle

Lechbruck bekommt neuen Kindergarten

Bauplatz für neuen Kindergarten in Lechbruck
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Zwischen Gasthof „Holler“ und der Lechhalle soll der neue Kindergarten für Lechbruck gebaut werden. Darauf verständigte sich jetzt der Gemeinderat.

Lechbruck – Bürgermeister Werner Moll war in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Freude deutlich anzumerken: nach Verhandlungen mit der Kirchenverwaltung teilte er den Gemeinderäten in der vergangenen Woche mit, dass sich die beiden Träger , die Kirchenverwaltung und die Gemeinde, auf einen Neubau des Kindergartens geeinigt haben. „Den bisherigen Kindergarten umzubauen, wäre die schlechteste aller Lösungen, und drum bin ich froh, dass wir uns auf einen Neubau geeinigt haben“, sagte der Lechbrucker Rathauschef. 

Der geplante Neubau zwischen der Gaststätte „Holler“ und der Lechhalle sei die wirtschaftlichste und vernünftigste Lösung, so Moll weiter. Bei einem Abbruch und Neubau am bisherigen Standortes würden immense Mehrkosten von ca. 810.000 Euro durch den Abriss eines noch funktionsfähigen Gebäudes entstehen. Die Auslagerung der vier Gruppen sei außerdem für alle Beteiligten nur mit viel Aufwand und Stress verbunden und sehr kostspielig.

Aufgrund des vorgegebenen Raumprogrammes sei darüber hinaus ein Umbau bzw. eine Sanierung des bestehenden Kindergartens gar nicht möglich. Moll gab ferner zu bedenken, dass die bayrische Staatsregierung wegen Corona noch zusätzliche Fördergelder fließen lässt. „Deshalb gilt es auch keine Zeit zu verlieren. Denn natürlich werden wir dieses Förderprogramm nutzen und den Zuschuss zeitnah beantragen“, kündigte der Bürgermeister an.

Bei den Mitarbeitern des Kindergartens kommen die Pläne offenbar gut an. „Über den neuen Standort, der sich zwischen Gaststätte 'Holler' und der Lechhalle befindet, freuen sich die Kindergärtnerinnen sehr. Sollen doch die Spielplätze des neuen Kindergartens und der Krippe hinter der Lechhalle durch einen Fußweg zusammengelegt werden“, berichtete Moll. „Das Landratsamt entzieht nach deren schriftlichen Aussage für unseren Kindergarten zum 31. August 2021 die Betriebserlaubnis“, so der Bürgermeister der Flößergemeinde weiter.

Hohe Zahlen

Wie bereits im Kreisboten berichtet, musste aufgrund der hohen Anmeldezahlen zum 1. September eine vierte Kindergarten-Gruppe eingerichtet werden. In der Kürze der Zeit wurde Ende des vergangenen Kindergartenjahres dann kurzerhand der Turnraum zu einem vierten Gruppenraum umfunktioniert. Das zuständige Landratsamt Ostallgäu hat für die Nutzungsänderung des Raumes die Betriebserlaubnis aber nur bis Ende August 2021 genehmigt.

Der Gemeinderat entschied sich schließlich einstimmig für den Neubau des Kindergartens am neuen Standort südlich der Lechhalle und erteilte dem Architekturbüro Martin & Brenner aus Füssen den Planungsauftrag gemäß dem vorliegendem Angebot in Höhe von rund 212.000 Euro.

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