Bund unterstützt Bürgerverein

Bürgerverein am Lech erhält über 3500 Euro für den Kauf neuer Essensboxen

Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (Mitte) überreicht einen Förderscheck an Kathrin Zillenbiehler und Xaver Wörle vom Bürgerverein Lechbruck.
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Strahlende Gesichter bei der symbolischen Scheckübergabe: Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (Mitte) überreicht den Förderscheck bei einem Ortstermin an Kathrin Zillenbiehler und Xaver Wörle vom Bürgerverein.

Lechbruck– Einen Scheck in Höhe von 3512,48 Euro hatte kürzlich der Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) im Gepäck, als er den Bürgerverein am Lech e.V. besuchte. Das Geld aus dem Sonderprogramm des Bundes „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern“ ging an die Initiative „Versorgung mit Essen auf Rädern“ des Vereins. 

Der Bürgerverein am Lech e.V. setzt sich aus Bürgern der vier Lechgemeinden Bernbeuren, Lechbruck, Prem und Steingaden zusammen. Der Verein besteht seit rund fünf Jahren und zählt derzeit 550 Mitglieder. „Sie haben sich bezirksübergreifend zusammen getan und unterstützen sich gegenseitig ohne bürokratische Hürden. Das ist großartig“, lobte Stracke beim Termin im Rathaus. Er dankte Vorsitzendem Xaver Wörle und allen Aktiven für ihren Einsatz.

Mehr als 220 Essen pro Woche

Der Bürgerverein engagiert sich in vielfältiger Weise. Er bietet Fahrt- und Einkaufsdienste an, bildet Demenzbegleiter aus und beliefert Mitglieder auf Wunsch mit „Essen auf Rädern“ (der Kreisbote berichtete mehrfach). Diese Versorgung mit einer warmen und frisch zubereiteten Mahlzeit frei Haus für unter acht Euro ist gerade in Zeiten der Pandemie vor allem für die älteren Mitbürger wichtiger denn je geworden, erklärte Wörle. Täglich werden durchschnittlich rund 30 Drei-Gänge-Menüs in der Gaststätte „Hochbergle-Stuben“ zubereitet und durch Mitglieder unter Leitung von Paul Walters ausgeliefert. „In Spitzenzeiten wurden sogar über 220 Essen pro Woche zu den Bürgerinnen und Bürgern gebracht“, berichtete er.

Durch die regelmäßige Versorgung mit einer warmen Mahlzeit werde zudem der soziale Kontakt mit den meist älteren Bürgern gehalten. „Der kurze Plausch an der Haustür ist gerade jetzt in Corona-Zeiten eine wichtige Möglichkeit zum Austausch und ein niederschwelliger Ansatz, um zu sehen, ob mit dem Einzelnen alles in Ordnung ist“, würdigte Stracke diesen Aspekt von „Essen auf Rädern“.

Steigende Nachfrage

Mit den 3500 Euro konnten nun weitere Essensboxen für die Auslieferung der Mahlzeiten angeschafft werden, denn die Nachfrage steigt. Dies wäre ohne die Förderung nicht möglich gewesen, da die Boxen mit einem Stückpreis von 175 Euro teuer sind, erläuterte Wörle.

Auch Vereins-Mitarbeiterin Kathrin Zillenbiehler freute sich über das Geld. Sie hatte im Sommer den Antrag gestellt. „Die Speisen können so in hochwertigem Porzellangeschirr auf den Tisch gebracht werden und nicht etwa in billigen, umweltbelastenden Einmal-Plastikboxen. Deckel und Thermobehälter sorgen zudem dafür, dass das Essen, das wir ausliefern, mindestens zwei Stunden lang warm bleibt“, erklärte sie.

„Ihr Bürgerverein ist ein großartiges Beispiel, wie gut Zusammenhalt und Ehrenamt in unseren Dörfern beiderseits des Lechs funktionieren“, lobte Stephan Stracke das Engagement. „Ich bin sehr froh, dass Fördermittel des Bundes nun genau hierher fließen.“

kb

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