Bilderweg statt traditioneller Laternenumzug

Lechbruck feiert Sankt Martin-Tradition mit Bilderweg

Zwei Kinder stehen vor einem selbst gemalten Bild, das zeigt, wie Sankt Martin seinen Umgang geteilt hat, um einem Bettler zu helfen.
+
Mit einem Bilderweg feiern die Kindergarten- und Schulkinder in Lechbruck heuer Sankt Martin.

Lechbruck – Leuchtende Kinderaugen und dichtes Gedränge, wenn Sankt Martin (Hans-Peter Reichart) auf seinem Haflinger heranreitet sowie zum Abschluss feine Martinsgänse vom Schuster Bäck – all das war aufgrund der Corona-Pandemie heuer nicht möglich. Um den Kindern trotzdem einen Umzug zu ermöglichen und ihnen die Botschaft der Sankt-Martin-Tradition näher zu bringen, hatten sich die Lechbrucker Kindergärtnerinnen eine Alternative ausgedacht. Die Frauen rund um Leiterin Irene Notz und ihre Stellvertreterin Daniela Schäfer hatten im Dorf einen bebilderten Weg organisiert, bei dem es um den heiligen Sankt Martin ging. 

Anhand einer Wegbeschreibung wurden die Kinder durch das ganze Dorf geführt. In den Schaufenstern der Gemeindeverwaltung, beim Kienberger, der Firma Zink und an der Lechhalle konnten die Kinder selbstgestaltete Bilder anschauen, die von dem Wirken des Heiligen erzählten. Den Großteil der Bilder hatte Rudhart Fichtl gemalt.

Im Vorfeld hatte der Elternbeirat des Kindergartens und der Schule kleine Stofffetzen an die Kinder verteilt, die symbolisch für den Mantel des heiligen Sankt Martin standen. Der Weg endete für die Kindergartenkinder am Kindergarten und für die Schulkinder an der Schule. Dort erwartete sie das Bild eines lebensgroßen, selbstgemalten Bettlers, der Sankt Martin begegnet. Mit viel Liebe hatte Julia Hansbauer den heiligen Martin an der Schule gestaltet. Die mitgebrachten Stofffetzen durften die Kinder symbolisch an den Mantel des Bettlers hängen. So waren in den Tagen rund um den 11. November viele Familien zu sehen, die mit Laternen durchs Dorf wanderten. 

sz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ein Jahr Corona im Ostallgäu: Umso autoritärer, umso besser?
Ein Jahr Corona im Ostallgäu: Umso autoritärer, umso besser?
Illegales Glücksspiel: Über 100 Polizisten durchsuchen Gaststätten und Wettbüros in Füssen und Nesselwang
Illegales Glücksspiel: Über 100 Polizisten durchsuchen Gaststätten und Wettbüros in Füssen und Nesselwang
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Corona im Ostallgäu: Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt deutlich über 50, im Landkreis auf über 30
Neubau in Füssen: Norma lehnt Tiefgarage ab
Neubau in Füssen: Norma lehnt Tiefgarage ab

Kommentare