Mütter schreiben wegen Maskenpflicht für Grundschüler Brief an Ministerpräsident und Landrätin

Mütter protestieren gegen Maskenpflicht für Kinder

Das selbstgemalte Bild eines Schulkinds zeigt eine durchgestrichene Maske, ein durchgeschrichenes Virus-Symbol und den Schriftzug „Freiheit“, der mit einem grünen Haken versehen ist.
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Ein Schulkind hat dieses Bild gezeichnet.

Lechbruck – Die Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht besorgt und entsetzt die Mütter zahlreicher Lechbrucker Grundschüler. Ein Protest-Schreiben gegen die Maskenpflicht an Landrätin Rita Maria Zinnecker (CSU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist bereits verfasst, vom Großteil der Eltern unterschrieben und verschickt. 

„Wir haben so viel Platz in unserem Schulgebäude. Jede Klasse kann bequem in zwei Klassenzimmer aufgeteilt werden. Jedes Kind hat eine eigene Bank, es sind maximal zehn Kinder in einer Klasse und trotzdem hält die Regierung daran fest, dass für unsere Grundschüler die Maskenpflicht bestehen bleibt!“, entrüstete sich etwa Nadine Helmer, Mama der kleinen Ella. „Sollten die Lehrerinnen und Lehrer nicht selbst entscheiden können, wie es in den vorhandenen Räumlichkeiten am sinnvollsten aufteilbar ist?“, fragt sie.

Sandra Demmler, Mama des achtjährigen Ben, ärgert sich, wenn sie den Fernseher einschaltet. „In jeder Talkrunde, und auch, als Angela Merkel bei der Pressekonferenz den Lockdown verkündet hat, setzte sie und ihre Kollegen die Maske am Platz ab. Da gesteht man den Erwachsenen zu, wenn sie genügend Abstand halten, die Maske abzusetzen, unseren Kindern nicht!“ Auch Christine Krause, deren Sohn Philipp in die 2. Klasse geht, kann die Maskenpflicht in der Grundschule nicht nachvollziehen. Die gelernte Bürokauffrau weist auf die Aussage des Kinderarztes Dr. Martin Hirte aus München hin. Hirte schreibe auf seiner Internetseite: „Unseren Kindern fügen wir Schaden zu, indem wir bei ihnen Angst und Schuldgefühle erzeugen, ihnen Abstandsregeln, Waschrituale, Masken und Quarantäne aufzwingen, und ihnen das Recht auf uneingeschränkte Kommunikation und Bildung nehmen.“ Für Helmer ist das alles nicht mehr nachvollziehbar „Kindergärten und Grundschulen als Hot-Spots sind ja überhaupt nicht bekannt. Was tun wir unseren Kindern an?“ Alle seien schließlich froh, wenn sie die Maske einmal abnehmen dürfen. „Aber unsere Kinder sollen damit vier, fünf und sechs Schulstunden am Stück die Maske aufhaben.“

Sorge um Gesundheit

Die gelernte Arzthelferin Julia Hansbauer geht sogar ins Detail „Unsere Kinder müssen an manchen Tagen die Maske bis zu acht Schulstunden tragen. Ich habe Angst, dass das ständige Miteinatmen verbrauchter Luft, vermischt mit Krankheitserregern, die sich auf der Innenseite der rasch feucht werdenden Maske ansammeln, zu Gesundheitsschäden führen“, erklärt sie. „Die Verhältnismäßigkeit ist daher nicht gewahrt.“ Cindy Sitter ist hingegen einfach nur froh, dass die Kinder wenigstens am Nachmittag auf dem Spielplatz die Masken nicht aufsetzen müssen. „Noch nicht. Wer weiß, wann auch das nicht mehr geht.“ Völlig unverständlich findet die Mutter des achtjährigen Lukas, dass die Maske auch in der Pause aufbleiben muss. „Wann dürfen unsere Kinder denn noch durchschnaufen?“ Für Karin Natzeder geht es darum, dass die Kinder eine Stimme bekommen „Wir als Eltern müssen darauf aufmerksam machen, unsere Kinder haben keine Stimme!“ Weiter kritisiert die gelernte Krankenschwester und Mama von Emma und Paul: „Aber das Erschreckende momentan ist, diese Spaltung der Gesellschaft. Warum kann ein Mensch mit einer anderen Meinung, nicht einfach ein Mensch mit einer anderen Meinung sein?“ Schließlich stehen die Lechbrucker Frauen nur diesen Maßnahmen skeptisch gegenüber. „Wir stellen nicht das Virus in Frage. Warum werden wir aber beschimpft, belächelt, oder mit mangelnder Intelligenz dargestellt?“, fragt sie. Den Müttern gehe es um ihre Kinder – „um das höchste Gut, das wir haben!“

sz

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