Lechbrucker DAV spaltet sich ab

Die Vorstandschaft der neuen DAV-Sektion Lechbruck: Wilfried Götz (v.r.), Gerd Ludwig (Beisitzer), Frank Schlitzer (Jugend), Lothar Schäfer und Bernhard Lippert (2.Vorstand) sowie Paul Mayer (Beisitzer). Foto: gau

Lechbruck wird eine eigenen Sektion innerhalb des Deutschen Alpenvereins. Vergangenen Freitag wurde die Loslösung von der Sektion Lechrain-Schongau beschlossen, am selben Abend noch wurde die neue Sektion Lechbruck gegründet. Nun muss nur noch der Verband im Oktober sein Okay geben. Für die Mitglieder ändert sich so gut wie nichts.

Auseinandergelebt, das beschreibt in den Worten des bisherigen ersten Vorstandes der Ortsgruppe Lechbruck, Wilfried Götz die Situation. Während es früher einen regen Austausch zwischen Lechbruck und Schongau gab, so sind diese Kontakte eingeschlafen, vor allem unter den jüngeren Lechbruckern gibt es kaum noch Beziehungen nach Schongau. Bestrebungen etwas zu ändern, so Götz, habe es demnach schon vor mehr als zehn Jahren gegeben, wurden aber wieder aufgegeben. Nun also wurde es ernst, im Vorfeld des monatlichen Treffens der Ortsgruppe wurden die Mitglieder angeschrieben und informiert, 70 kamen schließlich zum Freitagstreffen. Wo ohne Gegenstimmen die Abtrennung von Schongau und die Neugründung beschlossen wurde. 1300 Mitglieder hat die Sektion Lechrain-Schongau mit Lechbruck, die Ortsgruppe selbst 320, die zu Teilen aus dem Auerbergland (Burggen, Bernbeuren) und eben aus Lechbruck kommen. Aus dem Rücklauf der Anschreiben und des Treffens schließt Lothar Schäfer, dass sicher um die 250 Mitglieder für den Schritt in die Selbstständigkeit sind – die für das einzelne Mitglied keine Nachteile bringt, wie Götz betont. Ob Schongau oder Lechbruck, die Anwesenden sind Mitglied beim Deutschen Alpenverein, weshalb auch niemand kündigen muss, sondern nur seinen Übertritt nach Lechbruck erklären. Stimmt die Bundesverbandstagung im Oktober der Trennung zu, haben die Mitglieder Zeit bis zum 15. November, den Übertritt zu erklären. "Nur Vorteile" Für die Mitglieder sieht Wilfried Götz nur Vorteile, beispielsweise die eigene Kasse. Aktuell geht die Hälfte des Mitgliedsbeitrages nach Schongau, vor allem für die Verwaltung. Schließlich gebe es auch ein Mehr an Selbständigkeit, bislang musste man in Schongau stets nachfragen, ob etwa eine Neubeschaffung getätigt werden dürfe oder nicht. Dennoch findet die Trennung einvernehmlich statt, betont Götz, man sei noch „gut Freund“ mit Schongau, die den Lechbruckern ein Startkapital von 1000 Euro in der Kasse lassen sowie das gesamte materielle Eigentum, unter anderem auch die Kletterwand. Dafür haben sie gemeinsam mit den Lechbruckern die Formalitäten geregelt. Probleme mit den benachbarten Sektionen gibt es nicht, das weiß Götz aus Gesprächen. Fast der selbe Vorstand 71 Mitglieder hat die Sektion Lechbruck schon, noch während des Abends war das Monatstreffen zur Gründungsversammlung geworden. In der unterschrieben die alten Mitglieder ihren Übertritt und wählten auch gleich die neue alte Vorstandschaft. Nur bei der Kasse gibt es ein neues Gesicht, der selbstständige Zahntechniker Michael Anders, der seit gut zwei Jahren in Helmenstein beheimatet und mit seiner Familie sehr engagiert im DAV aktiv ist, wird künftig die finanziellen Geschicke der Sektion leiten. Mit zwei Stimmen Vorsprung setzte sich die Variante DAV-Sektion Lechbruck gegen andere Vorschläge wie Auerbergland oder die historische Anlehnung Lechbruck-Gumpenkar durch. Mit der Enthaltung der jeweiligen gewählten wurden als neuer Vorstand Wilfried Götz und Bernhard Lippert als dessen Vertreter gewählt. Schatzmeister ist Michael Anders, Schriftführer Lothar Schäfer und Jugendwart Frank Schlitzer. Die bisherige Kassiererin Karin Fischer übernimmt gemeinsam mit Gabi Kellner die Rechnungsprüfung, als Beisitzer wurden Dieter Scheel, Gerd Ludwig und Paul Mayer gewählt. gau

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