Konflikt zwischen Radler und Fußgänger am Lechuferweg

Neue Schilder sollen Situation entschärfen

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Schilder, die zur Rücksicht aufrufen, sollen unter anderem die Situation am Lechuferweg entspannen. Dort kommt es zwischen Fußgängern und Radlern immer wieder zu brenzligen Situationen.

Füssen – Neue Schilder sollen kurzfristig dabei helfen, die Situation am Lechuferweg zu entschärfen. Dafür hat sich der Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ausgesprochen. Denn auf dem Geh- und Radweg kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen.

„Der Fußgänger ist komplett im Hintertreffen, weil dort nicht korrekt gefahren wird“, erklärte Heinz Hipp (CSU). Dabei macht es die Frau mit Kind an der Hand schon deutlich. Das Schild sagt: Das ist ein Fußweg. Der Zusatz „Radler frei“ erlaubt, dass Fahrradfahrer den Weg mit angepasster Geschwindigkeit nutzen. Doch in der Praxis halten sich nur wenige daran, wie auch immer wieder in den Sozialen Medien zu lesen ist. 

Deshalb möchte die Stadt den Weg zur Promenade mit getrenntem Fuß- und Radweg ausbauen. Das Problem: Die nötigen Grundstücke gehören unterschiedlichen Besitzer. Die Stadt Füssen verhandelt laut Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zwar bereits mit einigen Grundstücksbesitzern darüber. Doch bis die Promenade kommt, wird es wohl noch dauern. 

Eine schnelle Lösung

Um bereits jetzt für eine Entlastung zu sorgen, hatte Hipp angeregt, Schilder, die zur Rücksichtnahme mahnen, aufzustellen und eine Route für Schnellfahrer einzurichten. Nach einem Beschluss des Verkehrsausschusses im September, hatten sich Mitglieder der Arbeitsgruppe Fahrrad und Füssen Tourismus und Marketing (FTM) zusammengesetzt und über Möglichkeiten gesprochen, erklärte Hipp. Das Ergebnis: Radler sollen weiterhin den Lechuferweg benutzen dürfen. 

Allerdings sollen sie mit Schildern darauf aufmerksam gemacht werden, dass Fußgänger hier Vorrang haben und gegenseitige Rücksichtnahme gefordert sei. Daneben sollte am Beginn und Ende des Lechuferwegs ein Richtungshinweis mit der Aufschrift „zum Bootshafen für schnelle Radler“ bzw. zur „Forggenseerunde für schnelle Radler“ in Richtung Süden angebracht werden, damit diese Radler die Dreißiger-Zone anstelle des Lechuferwegs benutzen. 

Verkehrsströme splitten 

„Es geht nicht um ein Verbot, sondern um ein splitten auf freiwilliger Basis. Wir werden miteinander leben müssen“, erklärte Hipp. Die entsprechenden Schilder soll die Stadtverwaltung zusammen mit FTM entwerfen. „FTM fand das gut. Mittelfristig funktioniert eine Sperrung nicht“, bekräftigte Dr. Martin Metzger (BfF). „Wer hier unterwegs ist, muss feststellen, dass Radler immer rücksichtsloser werden“, meinte jedoch Magnus Peresson (UBL). „Ein harmonisches Miteinander von Fußgänger und Radlern wird es nicht geben.“ Da helfe es auch nicht Schilder aufzustellen, ist er überzeugt. Dennoch segnete der UBL-Stadtrat wie seine Ausschusskollegen den Antrag ab.

kk

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