Nur leichte Verbesserungen

Gegen trockene Kehle nach zwei Stunden informativer Aufklärung überreichte Wolfgang Sommer dem Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter einen guten Tropfen. Foto: prs

Die CSU Mittelstands-Union im Kreisverband Ostallgäu hat zu einer Informationsveranstaltung im Hotel „Sommer“ in Füssen eingeladen. Hotelier Wolfgang Sommer, MU-Kreisvorsitzender, konnte den verkehrspolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Eberhard Rotter, MdL als Referenten zum Thema „Anbindung des Tourismusortes Füssen an den nationalen und internationalen Bahnverkehr“ gewinnen.

Seine Begrüßung nutzte Sommer, um auf die katastrophalen Verhältnisse, das heruntergekommene Bahnhofsgebäude, die unhaltbaren sanitären Zustände des Füssener Bahnhofs, die unvermeidlich negativen Eindrücke für Bahnreisende und die Folgen für den Tourismus in der Region hinzuweisen. „Wie anders sich doch der Bahnhof Oberstdorf präsentiert“, so Sommer's Klage. Damit war das Wort an MdL Rotter weiter gegeben, der sich seit rund 20 Jahren, spätestens mit Beginn seiner Landtagstätigkeit mit der Bahn beschäftigt. Eine Lawine an Informationen, rechtlicher, politischer und technischer Art folgte. Aussagen über Zeitrahmen, Planungen, Kosten, über Neuerungen und Änderungen, Vorzüge und Nachteile, Zuständigkeiten, Finanzierung, Kosten und Einnahme-Aufteilungen, Fuhr- und Wagenpark, Streckenzustand und wie alles zusammen wirkt, voneinander abhängt und endlich dieses oder jenes Resultat bringt. Auch Positives Bleiben wir bei den Resultaten und diese sind durchaus positiv zu nennen. Die Einführung administrativer Maßnahmen, etwa Bayerntakt, dazu Angebote, etwa Bayernticket, dazu Fahrplanverbesserungen, die schnelle Anschlussverbindungen haben das Bahnfahren attraktiver gemacht. Das lässt sich an Fahrgastzuwächsen von 1993 bis 2003 rund 42 Prozent und weitere, bis heute teilweise bis 50 Prozent festmachen. Zusteigen, umsteigen Der von den Zuhörern mit Spannung erwartete Ausblick für Füssen verharrt für den internationalen Bahnverkehr bei der allgemeinen Aussage: Abfahrt Füssen, dann umsteigen in die schnellste, attraktivste oder preiswerteste Zugverbindung. Mit anderen Worten, man muss versuchen das individuell Beste daraus zu machen. Verbesserungen sind dagegen im Regionalverkehr angedacht. Hier werden auf der Füssener Strecke ab 2014 Dieselloks der neuesten Baureihe verkehren. Diese ermöglichen auch den Einsatz der attraktiven Doppelstockwagen. Große Beschleunigungsmöglichkeiten, sprich schnellere Verbindungen, etwa auf der Strecke Marktoberdorf/Füssen sind nicht gegeben. Letztlich Füssen selbst: Ja, ein Investor ist gefunden. Ja, die Peinlichkeit des Bahnhofs ist nächstes Jahr Geschichte.

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