Leoparden beißen sich Zähne aus

Im ersten Play-off-Viertelfinalspiel gegen den MEC Halle 04 kämpfen die Füssener Spieler zu Hause mit den Bullen aus Halle um den Puck. Foto: Köhntopp

Knapp mit 4:5 hat der EV Füssen das erste Play-off-Viertelfinalspiel am vergangenen Freitag gegen den MEC Halle 04 verloren. Auch in der zweiten Begegnung am Sonntag mussten sich auswärts die Leoparden Halle mit 4:5 geschlagen geben.

Schon in der zweiten Minute ging Halle in Führung, wobei eine verzockte Scheibe der Füssener Verteidigung Halle als Vorlage diente. Die Gäste spielten zwar passiv, aber bei schnellen Kontern war immer irgendein Spieler frei. Das weichere Eis in der Arena bereitete offensichtlich den Füssener mehr Probleme als den Gästen. Erst in der 13. Minute gelang Andrej Naumann nach Vorlage von Sascha Golts und Daniel Schmölz der Ausgleich. Dabei fehlte es in den Kombinationen der Schwarzgelben an Flüssigkeit und Genauigkeit. Einzelaktionen der Leoparden brachten nichts ein und kurz vor dem Dittelende scheiterte Andrej Naumann am guten gegnerischen Torwart. Auch im zweiten Drittel nutzten die Leoparden ihre Überzahl nicht aus. Anschließend ging Halle in der 32. Minute wieder in Führung. Nur eine Minute später gelang Daniel Schmölz jedoch der Ausgleich. Anschließend erkannten die Schiedsrichter in der 36. Minute die Füssener Führung wegen Torraumabseits nicht an. Danach war der Jubel der Fans umso größer, als Naumann in Zusammenspiel mit Sebastian Wolsch und Daniel Stiefenhofer zum 3:2 einnetzte. Kurz vor Ende des zweiten Drittels scheiterte Benjamin Kronawitter in aussichtsreicher Position. In der 44. Minute nutzte Halle die einzige Strafe gegen Füssen zum 3:3-Ausgleich. Füssen schlug vier Minuten später wieder kein Kapital aus einem Überzahlspiel. Nach drei Minuten ging Halle dann erneut mit 4:3 in Führung. Nur eine Minute später glich Sascha Golts in Zusammenarbeit mit Simon Sezemsky den Spielstand aus. In der 57. Minute schlugen die  Bullen aus Halle zum 4:5 Führungstreffer zu. Füssen nahm den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus. Kurz vor Spielende erkannten die Schiedsrichter ein strittiges Tor der Füssener wegen hohen Stocks nicht an, so dass das Match mit 5:4 für Halle zu Ende ging. Auch am Sonntag musste Füssens Trainer Georg Holzmann Halle „leider zum zweiten Mal zum allerdings verdienten Sieg“ gratulieren. „Wir waren heute besser als am Freitag, ich möchte sagen, auf gleicher Augenhöhe. Wir hatten eine kleine Siegchance, aber Halle ist eben konzentrierter beim Ausnutzen seiner Torchancen“, meinte Holzmann weiter. Unter anderem mit Go-go-Girls, drei verkleideten „Bulls“, die auch während des Warmmachens auf dem Eis waren,und Lichtspielen sowie Feuerkaskaden, die auch bei jedem Tor losgingen, eröffnete Halle das Match. Das Spiel selbst war gerade mal 21 Sekunden alt, da stand es durch Ivan Kolozvary schon 1:0 für die Hausherren, nach weiteren 58 Sekunden sogar 2:0 durch Kapitän Benjamin Thiede. Dem 2:1-Treffer durch Yannick Baier nach Zuspiel von Wolsch ging ein Fehler des Gegners voraus. Trotz einer noch aus dem ersten Abschnitt herrührenden Strafzeit der Gastgeber war der wieder stark haltende Torwart Lukas Steinhauer nicht zu bezwingen. Im Gegenzug nutzte Halle einen Wechselfehler der Füssener aus und erzielten mit einem doppelten Doppelpass das 3:1. Daniel Schmölz schoss in Zusammenarbeit mit Naumann und Sascha Golts den 2:3-Anschlusstreffer. Kurz nach Anpfiff des letzten Abschnitts nutzte Wolsch nach Vorlage von Naumann und Golts die Überzahl der Füssener zum 3:3-Ausgleich aus. Zwei Minuten später fiel die Vorentscheidung mit dem zweiten Doppelschlag der Hausherren binnen 26 Sekunden zur 5:3-Führung. Das durch eine schwere Verletzung bedingte Ausscheiden von Kapitän Eric Nadeau hatte die Mannschaft schon im zweiten Abschnitt geschwächt und auch die drei Strafen im letzten Drittel trugen nicht dazu bei, Schwung in den Angriff der Leoparden zu bringen. In der 56. Minute brachte Ruslan Bezshchasnyi Füssen dann in Zusammenarbeit mit Pavel Mojtek und Veit Holzmann mit seinem Tor zum 4:5 heran. Allerdings änderte auch ein Überzahlspiel der Leoparden vier Minuten vor Matchende sowie eine Auszeit nichts mehr am am Spielstand. Der Bericht zur Begegnung am gestrigen Dienstag erscheint in der nächsten Ausgabe am Samstag.

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