Leoparden ohne Krallen

Bei den Black Hawks in Passau ist der EV Füssen am vergangenen Wochenende mit 4:1 (0:0, 0:0, 4:1) leer ausgegangen. Die Krux des Spiels waren die mangelnde Ausnutzung der Überzahlsituationen und drei Gegentore binnen 88 Sekunden im letzten Spielabschnitt. Das Heimspiel am Sonntag gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim endete gar mit einer 2:8-Niederlage.

Die Hoffnung der Lechstädter, in Passau einen Sieg zu landen, war nach den ersten beiden Dritteln nicht unberechtigt. In dem schnellen Spiel hatten die Füssener sofort Chancen, die sie aber nicht verwerteten. Ernsthaft geprüft wurde Füssens Torwart André Irrgang erstmals in der 9. Minute mit einem überraschenden Rückhandschuss. In der folgenden halben Stunde nutzten die Leopards Strafzeiten der Hausherren nicht aus. Knapp zwei Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts gab es dann die einzige Strafe gegen Füssen, doch auch die Schützlinge von Trainer Feistl konnten die Überzahl nicht nutzen, wobei André Irrgang rettend eingreifen musste. Als dann gleich zu Beginn des letzten Abschnitts eine weitere Strafzeit gegen Füssen angezeigt wurde, fiel mit sechs Mann das glückliche 1:0 für die Passauer, die Morgenluft witterten und mit viel Druck sofort weiter nachsetzten. Mit zwei weiteren Toren innerhalb von nur 88 Sekunden überraschten sie die konsternierten Füssener. Das 4:0 bei wieder einer gegen Füssen angezeigten Strafe vier Minuten später war die endgültige Entscheidung. Lavallee gelang in der 56. Minute nur noch der Anschlusstreffer. Ohne Irrgang und Nadeau „Spielentscheidend war, dass wir unsere Überzahl nicht nutzen konnten, wobei auch viel Pech dabei war“, so Trainer Georg Holzmann nach dem Spiel. „Ich bin der Meinung, dass wir 55 Minuten lang spielbestimmend waren. Wenn dann zuviel Druck gegen uns aufgebaut wird, machen wir Fehler, die der Gegner nutzt“, lautete seine Analyse des Spiels. Im achten Spiel der laufenden Punktesaison gab es dann gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim die siebte Niederlage. Stammtorwart André Irrgang musste in der 27. Minute verletzt aufgeben. Kapitän Eric Nadeau laboriert weiter an seiner Verletzung und konnte gar nicht antreten. Dabei fing es vor 553 Zuschauern nicht einmal schlecht für den EVF an. Im ersten Drittel hatten die Füssener einige gute Chancen, um zum Torerfolg zu kommen. Aber was sich wie ein roter Faden durch die Spiele zieht: beim Torabschluss versagen die Leopards. Die Nauheimer Profis hatten gerade mal drei Chancen, verwerteten aber zwei in der 7. Minute durch Landon Gare und in der 17. Minute durch Alexander Baum. Boris Ackers im Tor der Gäste ließ sich nicht bezwingen. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Nauheimer durch Baldys auf 3:0. Sorgenkind Abwehr Das 3:1 der Füssener durch Ricky Helmbrecht in der 36. Minute war das Resultat einer endlich einmal genutzten Überzahl. Als dann drei Minuten später sogar der Anschlusstreffer durch Andrej Naumann (Helmbrecht, Rohwedder) fiel, lag sogar noch der Ausgleich in der Luft. Aber die Roten Teufel schafften 13 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels durch Kevin Richardson das 2:4. Seine Überlegenheit zeigte der Gast vor allem in der 50. Minute, als Piwowarczyk einen gefährlichen Pass von J. Preston im eigenen Drittel zum 5. Tor nutzte, was endgültig die Niederlage besiegelte. Symptomatisch für das Abwehrverhalten der Heimmannschaft waren dann binnen 64 Sekunden noch drei weitere Tore der Gäste. Trainer Georg Holzmann: „Unser Sorgenkind ist die Abwehr. Ich muss nun die Spieler bis zum Freitag wieder aufbauen". Am kommenden Wochenende findet nur ein Spiel statt. Die Leoparden müssen am Freitagabend um 20 Uhr gegen den EV Landsberg 2000 antreten.

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