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Lermooser Tunnel: Ledl-Rossmann fordert intelligentes Verkehrsleitsystem

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Lermooser Tunnel
Zur Wahrung der Tunnelsicherheit gilt im Lermooser Tunnel bis zur Fertigstellung der zweiten Tunnelröhre Tempo 50. © Land Tirol/BBA Reutte

Lermoos – Wer die Ferien für einen Urlaub im Süden nutzen möchte, der muss sich mit unter auf eine längere Autofahrt einstellen, als das über die stark befahrene Fernpassstraße ohnehin schon der Fall ist. Denn seit Mitte August gilt im Lermooser Tunnel Tempo 50. Das soll so lange bestehen bleiben, bis die zweite Röhre fertig gestellt ist, was wohl 2029 der Fall sein wird. Für Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP) ist das aber keine Dauerlösung. Sie hat jetzt nach eigenen Angaben durchgesetzt, dass ein neues Gutachten zur Verkehrssicherheit eingeholt wird.

„Die Tempobremse ist notwendig, weil in dem in die Jahre gekommenen Tunnel bis zur Fertigstellung der zweiten Röhre aufgrund fehlender Notausgänge sowie begeh- und befahrbarer Fluchtwege die strengen sicherheitstechnischen Vorschriften sonst nicht erfüllt werden können“, erklärte Landesbaudirektor Christian Molzer in einer Pressemitteilung der Landesregierung. Deshalb wurde die Geschwindigkeit von bisher 80 km/h auf nun 50 km/h reduziert.

Für die Außerferner ÖVP-Politikerin und Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann ist das aber auf Dauer kein gangbarer Weg. In harten Verhandlungen hat sie nach eigenen Angaben durchsetzen können, dass ein neues Gutachten zur Verkehrssicherheit im Lermooser Tunnel eingeholt wird, um festzustellen, welche anderen, dynamischen Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsreduktion möglich sind.

Intelligentes System

„Wir brauchen hier ein intelligentes Verkehrsleitsystem, anstatt eines Dauer-50ers im Lermooser Tunnel“, betont Ledl-Rossmann. „Selbstverständlich hat die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer absolute Priorität, dass nun aber alle Menschen, zum Beispiel auch nachts, wenn es kaum Verkehr gibt, dauerhaft auf 50 km/h herunterbremsen müssen, macht für mich wenig Sinn.“

Daher befürwortet sie ein intelligentes Leitsystem, das je nach Verkehrsaufkommen reagiert – wenn nötig Blockabfertigung bei Stau oder Geschwindigkeitsbeschränkungen bei erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Die Planungsarbeiten für die zweite Röhre sind nach Angaben der Tiroler Landesregierung bereits gestartet. Die Bauarbeiten sollen spätestens Anfang 2026 beginnen. Nach einer Bauzeit von etwas mehr als drei Jahren könnte die neue Röhre dann im Jahr 2029 in Betrieb gehen. Sie soll die Anwohner entlasten und für mehr Sicherheit sorgen.

Rasche Entlastung

Aktuell werden die umliegenden Orte regelrecht von einer Verkehrslawine überrollt, wenn der Lermooser Tunnel gesperrt werden muss. „Hier muss es rasch Entlastungen geben“, ist auch die Landtagspräsidentin überzeugt. „Ich verstehe vollkommen, dass im Lermooser Tunnel jetzt kurzfristig auf einen 50er gesetzt wird.“ Doch eine Dauerlösung sei das sicherlich keine.

kb

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