"Unglaublich, was du geleistet hast"

Riedens Rathauschef Streif blickt auf gute finanzielle Lage der Gemeinde

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Die letzte Bürgerversammlung als Gemeindeoberhaupt: Max Streif tritt nach 25 Jahren als erster Bürgermeister bei den Kommunalwahlen im März nicht mehr für den höchsten Posten im Riedener Rathaus an.

Rieden a.F. – Fast wie ein kleines Vermächtnis klang das, was Riedens Bürgermeister, Max Streif, den ungefähr 100 Besuchern während der Bürgerversammlung im Gasthof Rössle mitteilte.

Der seit 25 Jahren amtiertende Bürgermeister, der im kommenden März nicht mehr als Rathauschef kandidieren wird, blickte nicht nur auf das vergangene Jahr, sondern ließ mehrere Aktivitäten sowie Leistungen während seiner Amtszeit Revue passieren. 

So informierte Streif die Zuhörer in seinen umfassenden Ausführungen über jede Menge Zahlen, Daten und Fakten sowie laufende Arbeiten und Planungen in der Gemeinde am Forggensee. Streif hob beispielsweise hervor, dass die Gewerbesteuerentwicklung „sehr gut“ sei. 

Mit einer Pro-Kopf-Steuerkraft seiner gut 1300 Einwohner von 1561 Euro liege die Forggensee-Kommune „auf einem der vorderen Plätze in ganz Bayern“. 

Positiv bewertete der Rathauschef zudem den aktuellen Schuldenstand der Gemeinde von 455.000 Euro, was einer Reduzierung der Schulden „um knapp 75 Prozent in den vergangenen zehn Jahren“ bedeute. Dabei sei auch die Pro-Kopf-Verschuldung ebenfalls um ungefähr 75 Prozent zurückgegangen. 

Währendessen lägen die Rücklagen Riedens mit einem addierten Baulandwert von 1,06 Million Euro bei knapp 3,16 Millionen Euro. 

Große Aufgabe für die Gemeinde

Sowohl mit Worten als auch anhand einer Leinwand-Präsentation mit vielen Lichtbild-Projektionen versuchte Streif die gute, generelle Strukturentwicklung des Dorfes am Forggenseeufer zu unterstreichen.

So merkte er unter anderem an, dass die Arbeitsplätze auf aktuell 921 angewachsen seien. Als eine „große Aufgabe für die Gemeinde“ bezeichnete Streif dagegen die Neuausweisung des Wasserschutzgebietes. 

Daneben stehen weitere Renovierungs- und Sanierungsarbeiten am Kindergarten an. Beinahe ein wenig stolz klang Streif, als er seinen Einsatz für den Erhalt der Grundschule sowie die Postagentur vor Ort erwähnte. 

Als „nach wie vor gut florierenden Wirtschaftszweig der Gemeinde“ bezeichnete der Tourismuschef den Tourismus, der „eine sichere Einnahmequelle für viele Menschen bei uns“ darstelle. Durch Investitionen von rund 300.000 Euro in den vergangenen Jahren sei zudem der Bauhof „gut aufgestellt“. 

Nachdem der Rathauschef noch über mehrere Bebauungspläne und verschiedene Dorferneurungs-Projekte informiert hatte, sprach Streif auch den Neubau einer Kindertagesstätte an, der die Gemeinde wohl rund eine Million Euro kosten werde. 

Gute Ausgangslage für Nachfolger 

Schließlich freute sich Streif, dass es Rieden in den vergangenen 25 Jahren gelungen sei, mehrere Grundstücke zu erwerben, bevor er verschiedenen Bürgern für ihre gute und konstruktive Zusammenarbeit sowie den örtlichen Vereinen „für das Engagement im vergangenen Jahr“ dankte und großen Applaus bekam. Lob bekam das Gemeindeoberhaupt dann aber auch selbst zu hören. 

So hob Zweiter Bürgermeister Johann Schwarzenbach denn auch Streifs „Fleiß, Umsicht und Fachkenntnis“ hervor, mit der dieser die Geschicke Riedens im vergangenen Vierteljahrhundert maßgeblich gelenkt habe. Immerhin sei es „unglaublich, was du als Bürgermeister geleistet hast“, sagte Schwarzenbach weiter. Deshalb könne Streif nun „mit hocherhobenem Haupt und voller Stolz“ das politische Schicksal der Gemeinde an seinen Nachfolger übergeben.

 Dieser übernehme ein Dorf, das am Ende von Streifs Amtszeit „supergut“ dastehe, wie auch der Inhaber der Firma „Pro Metall“, Andreas Hofer, unterstrich. Ihn hatte der Rathauschef vorher selbst für dessen Engagement für seine Heimatgemeinde mit einer Urkunde ausgezeichnet.

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