Lidl kommt – Hotel muss warten

Über geplante neue Gebäude und die damit verbundene Vergrößerung von Verkaufsflächen im Gewerbegebiet Hiebelerstraße hatte der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss jetzt ebenso zu entscheiden wie über einen Neubau von Lidl in der Kemptener Straße. Nicht alle Ausschuss-Mitglieder schienen über bestimmte Anträge von Firmenseite besonders glücklich zu sein. Sie konnten ihr Missfallen auch begründen.

Fast schon mit einem stürmischen Beifall angenommen, wurde hingegen ein PMG-Antrag. Mit dem Neubau einer Produktionshalle mit Sozialanbau im Gewerbegebiet wird das Signal verbunden, dass es nach den vielen Schlagzeilen zur PMG aufwärts geht. Grünes Licht gab es für Lidl. Das Unternehmen will in der Kemptener Straße jetzt einen größeren Lebensmittelmarkt einrichten, genau da, wo früher das nach Hopfen umgezogene Herrenmode-Krug Fachgeschäft seinen Sitz hatte. Die Wirtschaft vor Ort stärken will ein Kfz-Meister, dem die Aufstockung des Material-Lagers (Kobelstraße) erlaubt wurde. Bestattungen Klaus kann einen Neubau am Moosangerweg in die Wege leiten. Rundum hocherfreut war der Ausschuss über den Neubau, mit dem das Autohaus Heuberger in der Hiebelerstraße zu „dem Allgäuer Autohaus“ werden könne. Noch zurückgestellt wurde ein Beschluss zum geplanten großen Hotel mit 78 Zimmern in der Augsburger Straße. Im Gespräch mit dem Antragsteller, der für gleich mehrere Gebäude die Zustimmung möchte, sollten noch einige wichtige Punkte geklärt werden, fasste Bürgermeister Paul Iacob (SPD) die Sachlage zusammen. Wunsch der Ausschuss-Mitglieder ist, dass eine Orts-Skizze erstellt wird, weil bereits in einer Planung ein großer Kreisel mit 32 Metern Durchmesser in Nähe der beabsichtigten äußerst massiven Neubauten festgelegt worden ist. Auch andere Bauanträge wurden kritisch beleuchtet, letztlich jedoch angenommen. 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ist die erlaubte Obergrenze: Stadträte wie Martin Lochbihler (CSU) oder Dr. Anni Derday (Freie Wähler) kritisieren die Taktik von Firmen, sozusagen scheibchenweise eine Flächen-Ausdehnung zu beantragen. Die rechtliche Lage lasse dies allerdings zu, wie Bürgermeister Paul Iacob erläuterte. Grünes Licht gab es aus dem Ausschuss für den Neubau eines Schratt-Lager- und Verkaufsgebäudes in der Schäfflerstraße im Gewerbegebiet. Die Sportartikel von Schratt ziehen sogar Käufer überregional an, wie Ursula Lax (CSU) erklärte. Uli Pickl (SPD) wies auf die von der Firma organisierten Veranstaltungen hin. Als „guten Partner Füssens“ stufte Günther Knauss (Bürgerblock) das Unternehmen ein.

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