Beim Starkbieranstich der Bundeswehr geht es hoch her

Nilpferde am Lech

+
Zum Wohl!: Alfred Hugger (v. l.), Angelika Schorer, Eric Offermann (Kommandeur des Gebirgsversorgungsbataillons 8), Paul Iacob, Dr. Paul Wengert sowie Andreas Kießwetter und Wolfgang Schopper von der Paulaner-Brauerei sind unter den Ersten, die sich im „Haus der Gebirgsjäger“ das Starkbier schmecken lassen.

Füssen – Oberstleutnant Alfred Hugger blieb bescheiden, als er kurz vor seiner Rede beim Salvator-Starkbieranstich im „Haus der Gebirgsjäger“ sagte, dass er dabei nur eine „kurze Begrüßungsansprache“ an die Gäste richten werde.

Das Derblecken, das bei solchen Anlässen in den sogar seine norddeutschen Vorgänger als Kommandeure des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 betrieben hatten, traue er sich demnach nicht zu, gab der aus Oberschwaben stammende stellvertretende Bataillonskommandeur zu. Dann kam es allerdings trotzdem ein wenig anders. 

Die Besucher des Bieranstichs, unter ihnen auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel die Landtagsabegordneten Angelika Schorer (CSU) und Dr. Paul Wengert (SPD) sowie mehrere Füssener Stadträte, mussten deshalb eine kleine Weile warten, bis der Füssener Bürgermeister Paul Iacob (SPD) „kraft meines mir von den Wählern verliehenen Amtes“ das 50-Literfass aus Eichenholz anzapfte. 

Bevor dieser das denn auch gewohnt gekonnt mit ein paar kräftigen Schlägen tat, erklärte Hugger: „Ich bin ein bisschen aufgeregt, denn ich mache das zum ersten Mal.“ Und während er zudem augenzwinkernd fragte, ob ihn alle „aufgrund meines Hochdeutschs“ verstünden, drückte er ganz in oberschwäbischem Dialekt seine Freude darüber aus, „dass ich heute die Gelegenheit habe, einigermaßen vernünftig zu schwätzen.“ Darüber hinaus freute er sich über den Beifall, „der steht nicht in meinem Protokoll.“

Iacob spielt schlagende Rolle

 Anschließend begrüßte Hugger „nur einige wenige namentlich, da das Starkbier sonst Gefahr läuft, schal zu werden.“ Weiter betonte er, dass Bürgermeister Iacob heute „eine schlagende Rolle“ spiele und fügte hinzu: „Hoffentlich werden sie das Fass mit wenigen Schlägen anstechen.“ Dem Rathauschef dankte der Oberstleutnant auch für die „enge Verbundenheit“, die die Stadt und die Region mit der Bundeswehr zeigten. Gegen Ende seiner Ausführungen verglich Hugger das Publikum mit Nilpferden, die er als „die gefährlichsten Tiere in Afrika“ bezeichnete.

50 Liter Salvator

 Diese verließen ihren Lebensraum nur zur Nahrungsaufnahme, bevor sie wieder zum Fluss zurückkehrten. Wenn sich jedoch „ein Lebensmüder“ zwischen ein Nilpferd und das Wasser begebe, würde dieser sofort angegriffen werden. Dabei setzte Hugger das 50-Literfass Salvator mit dem Fluss gleich, „und ich bin der Lebensmüde, der mit seiner Rede zwischen den Nilpferden und dem Fluss steht.“ 

Zu dem von der Band „Albtraum“ musikalisch begleiteten Ausschank des dunklen Gerstensafts gesellte sich schließlich sozusagen auch noch der Kommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, Oberstleutnant Marc Paare. Per Videobotschaft informierte er die Zuschauer so über den derzeitigen Bundeswehreinsatz in Mali und prostete ihnen dann mit einer Dose Bier zu.

lex

Auch interessant

Meistgelesen

Maler stürzt von Vordach
Maler stürzt von Vordach
Lanz, Eicher und Schlüter
Lanz, Eicher und Schlüter
Von und für Füssener
Von und für Füssener
Die Schöne und der Fürst
Die Schöne und der Fürst

Kommentare