"Das finde ich untragbar"

Füssener Räte ärgern sich über Baulücken im Weidach

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Zwischen den neuen Häusern auf dem Areal des ehemaligen Kurhauses tun sich immer wieder Lücken auf.

Füssen – Neben liebevoll angelegten Gärten, wuchert das Unkraut: Das Areal des ehemaligen Kurhauses sollten mittlerweile eigentlich komplett bebaut sein. Doch zwischen den Zweifamilien- und Reihenhäusern liegt so manches Baugrundstück brach da.

„Das finde ich untragbar, wie die Grundstücke seit Jahren vergammeln“, ärgerte sich Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am Dienstag vergangener Woche in der Stadtratssitzung. Um das zu verhindern, sollte die Stadt beim neuen Wohngebiet im Weidach aktiv werden, forderte Gerlinde Wollnitza (FWF). 

Die Stadtverwaltung sollte vorschreiben, dass innerhalb von zwei Jahren nach dem Grundstückskauf mit dem Hausbau begonnen werden muss, schlug Stadträtin Wollnitza vor. Nur so könne sichergestellt werden, dass in Neubaugebieten auch wirklich neuer Wohnraum entstehe und nicht mit den Grundstücken spekuliert werde. Deshalb sei so eine Vorschrift „dringend notwendig“. 

„Wir haben die Anregung aufgenommen“, erklärte Iacob. So eine Forderung könnte im Verkaufsvertrag verankert werden, fügte der Rathauschef hinzu. Er selbst ärgerte sich über die Zustände auf dem ehemaligen Kurhausareal. Dort habe die Stadt „verschiedene Grundstücke verkauft, die aber jetzt als Brachland herumliegen. Es kann nicht sein, dass in einem Neubaugebiet solche Schandflecken sind.“ 

Auch Dr. Martin Metzger (BfF) zeigte sich im Nachhinein empört darüber, wie das damals abgelaufen sei. Als die Planungen liefen, habe ein Mann vor dem Stadtrat gesprochen, der in seiner Wahrnehmung als Bauunternehmer aufgetreten sei. Hinterher habe sich allerdings herausgestellt, dass er nur Makler war. „Ich fühle mich ehrlich gesagt ein bisschen verarscht.“ Deshalb müsse die Stadt solche Situationen künftig besser kontrollieren.

„Auch ich bin davon ausgegangen, dass die dort bauen“, bekräftigte Ursula Lax (CSU). Die Stadtverwaltung sei damals extra noch nach Sonthofen gefahren und habe sich die Projekte des Herren dort angeschaut. „Das war sehr positiv. Wir haben gedacht, dass das hier so umgesetzt wird“, erinnerte sich Iacob.

 Im Nachhinein dem Makler die alleinige Schuld zu geben, hielt Jürgen Doser (FWF) allerdings für falsch. „Die Fehler sind schon ganz weit vorne gemacht worden“, erklärte er. Es gebe einen Unterschied, ob eine Kommune ihre eigenen Grundstücke verkaufe oder das nicht auf die Reihe kriege und sie deshalb europaweit ausschreibe. „Da unten ist das eine andere Geschichte. Das gehört uns.“

kk

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