Neue Arbeitsstätte für Behinderte

Bürgermeister Paul Iacob (v.l.), Gruppenleiter Thomas Böck, Brigitte Protschka vom Unterstützerkreis, Standortleiterin Dagmar Rothemund, der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert, Volker Holata, der Geschäftsführer der Wertachtal- Werkstätten, Berufsberater Erich Heckel sowie 2. Bürgermeisterin Uschi Lax begutachten erste Produkte, die die Beschäftigten hier fertigen. Foto: cf

Füssen – Eine Außenstelle der Wertachtal-Werkstätten, die Menschen mit körperlicher, geistiger und psychischer Behinderung beschäftigen, hat der Verein Lebenshilfe Ostallgäu Kaufbeuren-Marktoberdorf in Füssen eingerichtet. Die besuchten unter anderem nun der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert. 

In der Füssener Außenstelle sind derzeit zwölf Beschäftigte unter geschützten Bedingungen tätig. „Sie können wegen der Art und Schwere ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden“, erklärte Erich Heckel bei einer Führung durch das Haus mit der Außenstellenleiterin Dagmar Rothemund. In dem haben sich neben der Werkstatt soziale Dienste angesiedelt haben. Heckel ist bei der Agentur für Arbeit als Berufsberater für Rehabilitanden und schwer behinderte Menschen im Einsatz. 

Wie der Kemptener Berufsberater Heckel war Volker Holata, Geschäftsführer der Wertachtal-Werkstätten, Ansprechpartner für Fragen der Besucher. Wengert skizzierte die Vorgeschichte der Einrichtung so: „Die seit Juli wohnortnah in der Werkstatt beschäftigen Menschen aus Füssen und dem Umland sind früher nach Marktoberdorf oder Kaufbeuren gebracht worden. Das war für betroffene Familien stressig und mit Zeitaufwand verbunden. Deshalb sind wir froh, dass unser - vor drei Jahren angeregtes - und gemeinsam unterstütztes Projekt jetzt umgesetzt worden ist.“

Lax hatte auf Nachfrage des Kreisboten bestätigt, dass „politisch ein langer Atem gebraucht“ wurde, um in Füssen die Außenstelle des Lebenshilfevereins eröffnen zu können. „Die Werkstatt und die im Obergeschoss untergebrachten zusätzlichen Dienste und Hilfsangebote sind auf einem guten Weg“, sagte Lax. Inzwischen wurden - unter geschützten Bedingungen - erste Aufträge erledigt. 

Sozialpädagogin Rothemund kündigte an: „Wir werden den Kontakt zu Betrieben in der direkten Nachbarschaft und der Region gezielt ausbauen, damit eine Auslastung erreicht werden kann.“ Ein Termin für die offizielle Eröffnung der hell und freundlich wirkenden Außenstelle in Füssen steht aber noch nicht fest. cf

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