"Azapft ischs" in Füssen

Ein Prosit auf die fünfte Jahreszeit: Daruf stießen Oberstleutnatn Boris Junk (v.l.), Oberfeldarzt Dr. Dörthe Hartmann, Oberstleutnant Ulrich Schmidt-Narischkin, Dr. Paul Wengert, Paul Iacob, Andreas Kießwetter und Uschi Lax mit einer Maß „Salvator” an. Foto: Berndt

Füssen – Mit einer ausgefeilten Rede hat Oberstleutnant Ulrich Schmidt-Narischkin, der Bataillonskommandeur des Gebirgsaufklärungsbataillons 230, kürzlich den Abend im Haus der Gebirgsjäger eröffnet. Dort hatten sich 150 Besucher zum „Derblecken" und zum Starkbieranstich versammelt.

Während er dabei vor allem jede Menge „Spitzen“ in Richtung des Bürgermeisters der „tollen Garnisonsstadt“ Füssen abschoss, die er jedoch den „schönsten Standort der Bundeswehr“ nannte, präsentierte sich das Stadtoberhaupt davon kaum „getroffen“. So zapfte Paul Iacob das 54-Literfass aus Eichenholz gekonnt mit einem einzigen Schlag an. In Gegenwart mehrerer Füssener Stadträte, des Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert und anderer lokaler sowie regionaler politischer Prominenz stellten sich die zwei Bataillonskommandeure Oberstleutnant Schmidt-Narischkin und Oberstleutnant Boris Junk sowie Oberfeldarzt Dr. Dörthe Hartmann als gute Gastgeber von Seiten der Bundeswehr vor. Mit Hilfe von Iacob und „Paulaner“-Gebietsverkaufsleiter Andreas Kießwetter sorgten sie dafür, dass beim Ausschank des braunen Gerstensafts keiner der Gäste leer ausging. Insbesondere Schmidt-Narischkin hatte sich zuvor froh darüber geäußert, dass man sich „hier auch so“ verstehe, womit er darauf anspielte, dass es ihm nicht gelungen sei, ein Versprechen aus dem vergangenen Jahr in die Tat umzusetzen, nämlich „bayerisch zu lernen“. Mit den Worten „Bürgermeister müsste man sein“, machte Schmidt-Narischkin keinen Hehl aus seinem voller Ironie formulierten Wunsch, Stadtoberhaupt in der „heilen Welt“ in Füssen sein zu wollen. Von den Themen „Fahrradverbot in der Altstadt“ über die „Heckenhöhe in Hopfen“ bis zur möglichen Ansiedlung von „H&M“ („wenn da nicht die Buche wäre“), sprach er dabei aktuelle lokalpolitische Brennpunkte der Lechstadt, die dem Bürgermeister gleichwohl „zu Füßen“ liege, an.lex

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