Lorenz neuer Reuttener SPÖ-Chef

Bei einem Pressetermin im Hotel Mohren hat die Ortsgruppe Reutte der SPÖ zum einen die Ausgaben für die Bürgermeisterwahlen 2010 bekannt gegeben und auch den neuen Vorsitzenden der Ortsgruppe Reutte, Helmut Lorenz vorgestellt.

Er sei als Privatmann anwesend, hatte der Reuttener Altbürgermeister Helmut Wiesenegg betont. Dennoch ließ es sich das Urgestein der Reuttener Kommunalpolitik nicht nehmen, persönlich noch die Abrechnung über den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu machen. Es sei ein historischer Tag, so Wiesenegg, nicht nur im Hinblick auf andere Weltpolitische Ereignisse. Die Ortsgruppe habe sich neu konstituiert und angesichts der Wahlergebnisse sei auch ein Wille zur Veränderung in der SPÖ Reutte vorhanden. Den begann Wiesenegg damit, dass er die Zahlen über das Budget der Partei offenlegte. So war die Gruppierung 2004 mit Schulden von fast 10000 Euro gestartet, hatte die aber über die Zeit durch Beiträge der Gemeinderatsmitglieder abgebaut und einen Grundstock für den Wahlkampf 2010 aufgebaut. Für den waren rund 41 300 Euro in Werbung und andere Ausgaben geflossen. Dennoch steht die Partei, die nur noch drei Gemeinderatsmitglieder stellt, mit einem finanziellen Polster da. Das sei allerdings auch notwendig, um künftig noch agieren zu können, so Wiesenegg. Insbesondere, da nun der Bürgermeisterbeitrag (immerhin 3600 Euro jährlich, die Wiesenegg an die SPÖ überwiesen hatte) fehlt. Von der Landes-SPÖ hatte Reutte 7410 Euro erhalten, von der Bezirksfraktion immerhin noch 6000 Euro, die sich zu knapp 50000 Euro Einnahmen aufsummiert hatten. Davon bleiben nach Abzug aller Verbindlichkeiten eben jene 8100 Euro als Saldo auf dem Fraktionskonto. Wiesenegg forderte dabei die Bürger auf, sich die entsprechenden Zahlen der anderen Fraktion präsentieren zu lassen. Man habe nun Mandate verloren, so Wiesenegg weiter, allerdings habe es schon des Öfteren einen Abgesang auf die SPÖ gegeben. „Die SPÖ gibt es sehr wohl in Reutte“, so Wiesenegg. Nun gebe es aber einen Generationenwechsel, er ziehe sich aus der Politik zurück und sei nun eine Selbst-AG. Nachwuchs schulen Dafür wurde Helmut Lorenz vorgestellt. Der alleinerziehende Vater ist der neue Vorsitzende der Ortsgruppe und arbeitet beim Reuttener Metallbetrieb Plansee. Auf ihm ruhen nun die Erwartungen, insbesondere, um mit der Jugend zu kommunizieren, wie Wiesenegg angedeutet hatte. Künftig wolle man wieder ein Bürgerbüro eröffnen und vor allem den Nachwuchs ausbilden und schulen. Vor allem will die SPÖ eine offene und faire Politik betreiben und soziale Brennpunkte in den Mittelpunkt stellen.

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