Soll so der Bau eines neuen Hotels forciert werden?

Festspielhaus mit neuem Partner? - Eigentümer Rietzler führt Gespräche mit potentiellem Mitgesellschafter

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Eigentümer Manfred Rietzler verhandelt offenbar mit Investoren über einen Einstieg beim Festspielhaus Füssen.

Füssen - Es kommt Bewegung in die Entwicklung des Festspielhauses und des Standortes am Forggensee. Manfred Rietzler, seit gut einem Jahr Eigentümer des Veranstaltungshauses in Füssen, bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es Verhandlungen zwischen ihm sowie einem Interessenten gebe, der die Entwicklung eines Hotelneubaus beim Festspielhaus vorantreiben wolle.

Diese Entwicklung ist ganz in Rietzlers Sinne. Der Unternehmer aus Marktoberdorf hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Festspielhaus in Symbiose mit einem Sterne-Hotel sehe und betreiben wolle. Bereits im vergangenen Sommer sprach Manfred Rietzler in einem Interview mit dem Kreisbote davon, sich für den Bau und Betrieb eines Hotels einen Partner suchen zu wollen. Diese Suche scheint nun von Erfolg gekrönt. 

So ist im Handelsregister seit kurzem die Gründung der Hotel und Festspielhaus Allgäu GmbH verzeichnet. Auf diese Gesellschaft angesprochen, bestätigte Rietzler, dass es sich dabei um einen "potentiellen zukünftigen Mitgesellschafter" handle. Dieser habe die GmbH vorsorglich eingerichtet, um sich gegebenenfalls am Festspielhaus zu beteiligen. Mit dem Schwerpunkt, auf dem Areal ein Hotel zu errichten. 

Die neue Hotel und Festspielhaus Allgäu GmbH wurde jüngst von Jonathan Kendrick/ROK gegründet. Die GmbH will, so heißt es von ihrer Sprecherin Martina Hölzl, ihr Handlungsfeld in der Region ausweiten, und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Projektierung von Hotelvorhaben sowie von Kulturstätten und Veranstaltungshäusern. Und ja, es habe Gespräche mit Manfred Rietzler über eine Partnerschaft gegeben. 

Noch in Verhandlung

Rietzler betont, dass bisher kein Geschäft abgeschlossen wurde. "Alles ist im Verhandlungsstadium." Auch handle es sich keinesfalls um den Verkauf des Festspielhauses. "Wie kommen Sie darauf?" antwortete er verblüfft auf die Frage unserer Zeitung. Im Gegenteil, sein Plan sehe vor, sich am Festspielhaus weiterhin zu beteiligen und sich auch aktiv einzubringen. Auch an der Ausrichtung des Festspielhauses werde sich nichts ändern. Schwerpunkt bleibt das Ludwig-Musical. Und auch Rietzlers Schwägerin, die Marktoberdorferin Birgit Karle ist weiterhin in leitender Position für das Festspielhaus tätig. "Alles wie bisher," betont der Festspielhaus-Chef. 

Wer der potentielle Partner sei, darüber hüllt sich aber auch Rietzler in Schweigen. Es gehe allen Beteiligten darum, den Standort nachhaltig und zukunftsweisend zu entwickeln. Vorschnelle Spekulationen seien da ganz fehl am Platz. "Mein persönlicher Wunsch war es immer, dem Festspielhaus wieder Glanz zu verleihen", sagt er. Auch deshalb sei die Erweiterung um einen aussichtsreichen Hotelneubau sinnvoll. Politische Rückendeckung habe das Projekt. Die Entscheidung, ob auch der gewünschte finanzstarke Partner mit im Boot sei, kündigte Rietzler für die nächsten Wochen an. 

Neuer kaufmännischer Leiter

Eine Veränderung machte Festspielhaus-Chef Manfred Rietzler jedoch bereits heute bekannt. Thomas Zellhuber, Cheftrainer beim Eishockeyverein Füssen, wechselt vom Eis aufs Musicalparkett. Er wird als kaufmännischer Geschäftsführer ins Festspielhaus kommen. Wie es dagegen mit dem Intendanten und künstlerischen Leiter Forian Zwipf-Zaharia weitergeht, ist momentan offen. Sein Vertrag wurde gekündigt. Wie Rietzler bestätigte, laufen aktuell Gespräche über eventuell neue Vertragskonditionen.

mm/kl

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