Neuer Rettungs-Hubschrauber bewährt sich

ARA Luftrettung erweitert Einsatzzeiten

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Besonders für den Einsatz der Winde im alpinen Gelände ist der neue Hubschrauber der ARA Luftrettung in Reutte geeignet. Im vergangenen Jahr musste „RK-2“ insgesamt 1009 Mal abheben.

Reutte – Die in Reutte stationierten Besatzungen der ARA Flugrettung wurden im vergangenen Jahr zu insgesamt 1009 Einsätzen alarmiert.

Das teilte die ARA Luftrettung jetzt in einer Pressemitteilung mit. Seit vergangenen Frühjahr kommt an der Station in Reutte ein hochmoderner Hubschrauber des Typs H 145 als „RK-2“ zum Einsatz. 

Nun steht der nächste Schritt zu einer noch besseren notfallmedizinischen Versorgung der Menschen in der Region unmittelbar bevor: In den kommenden Monaten werden die Dienstzeiten erweitert, kündigte ARA an. „Wir treiben die Entwicklung der Flugrettung in Österreich voran, denn das ist Teil unseres Selbstverständnisses“, betont Dr. Peter Huber, Geschäftsführer der ARA Flugrettung. „Im vergangenen Jahr haben wir in diesem Rahmen eine H 145 in Reutte in Dienst gestellt, als ersten Hubschrauber dieses Typs in Österreich.“ 

Seit April starten die Besatzungen mit der hochmodernen Maschine, die in den Einsätzen seit der Indienststellung ihre Vorteile schon deutlich gezeigt habe: Der rot-weiße Hubschrauber ist leistungsstärker als das Vorgängermodell und damit besonders geeignet für den Einsatz mit der Winde im alpinen Gelände. Im Bereich der anspruchsvollen dringenden Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken, die oftmals zusätzliche Ausrüstung oder Personal erfordern, kann jetzt ein noch größeres Einsatzspektrum abgedeckt werden. 

Auch in diesem Jahr treibt die ARA Flugrettung ihre Weiterentwicklung voran, macht Dr. Huber deutlich: „Notfälle halten sich nicht an Uhrzeiten. Nach einem Unfall oder einem Herzinfarkt zählt jede Minute für das Überleben der Patienten, egal, ob es Tag oder Nacht ist. Daher gehen wir jetzt einen wichtigen Schritt weiter und verlängern die Dienstzeiten in Reutte in den kommenden Monaten nach und nach bis auf 22.30 Uhr.“ 

Eine wichtige Voraussetzung dafür haben die Flugretter mit der Indienststellung der H 145 bereits erfüllt. Der Hubschrauber ist zugelassen für den Einsatz von Nachtsichtgeräten, sogenannten „Night Vision Goggles“, die Einsätze in Dunkelheit noch sicherer machen. Zudem verfügt er über eine komplette Nachtflugausstattung, die unter anderem einen Hochleistungsscheinwerfer und eine spezielle Cockpit-Konfiguration umfasst.

Hohe Leistungsfähigkeit

Der rot-weiße Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung ist an 365 Tagen im Jahr von 8 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Er ist mit erfahrenen Piloten, Notärzten, Winchoperatorn bzw. Notfallsanitätern und Flugrettern besetzt. Als Besonderheit ist der Notarzthubschrauber „RK-2“ in Reutte mit einer Rettungswinde ausgerüstet. 

Die Besatzungen setzten die Winde 2018 180-mal ein, um Verletzte oder Erkrankte aus unwegsamem Gelände zu retten. Kam „RK-2“ zum Einsatz, gehörten Herzerkrankungen und Verkehrsunfälle auch im vergangenen Jahr wieder zu den häufigsten Alarmierungsgründen. Der Notarzthubschrauber „RK-2“ wird in den Leitstellengebieten Tiroler Außerfern und Oberland, Bayerisches Oberland, Ostallgäu und Vorarlberg alarmiert. 

Außerdem ist an der Reuttener Station ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert, mit dem bei Notfällen im Stadtgebiet die medizinische Besatzung an den Einsatzort gebracht werden kann. Das NEF wurde 2018 zu 169 Einsätzen alarmiert. 

Zwei Standorte

Die österreichische ARA-Flugrettungs GmbH wurde eigenen Angaben zufolge 2001 als gemeinnützige GmbH gegründet und betreibt an ihren zwei Standorten in Reutte und in Fresach professionelle Notfallmedizin mit Notarzthubschraubern. Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt gehört zur DRF Luftrettung und ist ein nach gültigen Richtlinien für die Luftfahrt lizenziertes Unternehmen mit einem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC).

kb

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