"Hervorragende Arbeit"

Marktgemeinde Nesselwang kann glänzende Tourismuszahlen vorlegen

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Touristen-Idylle im Ostallgäu: Die Marktgemeinde Nesselwang kann sich über gute Tourismus-Zahlen freuen und will weiter an ihrem Image arbeiten.

Nesselwang – Seit einigen Jahren können die Verantwortlichen in der Marktgemeinde bei nahezu allen touristischen Kennzahlen eine positive Entwicklung feststellen. Dies war auch im vergangenen Jahr der Fall war.

Beweisend konnte der Geschäftsführer der Nesselwang Marketing GmbH und Leiter der Touristinformation, Pirmin Joas, vergangene Woche anhand eindrucksvoller Zahlen vorlegen.

„Alle Vermieter leisten hervorragende Arbeit“, lobte Joas bei der Vorstellung der Zahlen im Marktgemeinderat.

So betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2019 3,29 Tage. Fast 318.500 Übernachtungen konnten gezählt werden. Der Durchschnitt bei den Belegungen stieg um sechs Tage auf 142 an. Die Hotels im Ort waren Spitzenreiter bei den Gesamtübernachtungen mit 31 Prozent, die gewerblichen Ferienwohnungen/-häuser folgten mit 22 Prozent und die Privatvermieter mit 15 Prozent. Die Gäste kamen wie die vergangenen Jahre überwiegend aus Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Sie machten nahezu 52 Prozent aus. Bei den ausländischen Gästen waren die Niederländer mit 44 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von den Schweizern mit 14 Prozent. „Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg tendenziell mit der Distanz zum Urlaubsziel“, so Joas. „Den Bestwert mit fast sechs Tagen erzielten die Sachsen.“ Am längsten blieben die Gäste auf den Bauernhöfen (sieben Tage), am schnellsten reisten die Urlauber aus den Gasthöfen wieder ab.

Die besten Monate des vergangenen Jahres waren die Monate März, April und Juni mit deutlichen zweistelligen Zuwächsen. Der Mai fiel dagegen regelrecht ins Wasser.

Zugriff von mobilen Geräten

„Das der eingeschlagene Weg erfolgreich ist, beweisen die Zahlen“, so Joas. So wurden die Mitarbeiter intensiv geschult und an Messen und Ausstellungen teilgenommen. Die Printmedien wie Wander- und Radkarten wurden auf den neuesten Stand gebracht und der Internetauftritt modernisiert. Für mobile Geräte wie Handys und Tablets wurden Anpassungen vorgenommen. 60 Prozent der Zugriffe auf die Nesselwang-Seiten erfolge mittlerweile von mobilen Geräten. Der Winter 2018/2019 lieferte einmal mehr verschiedene hervorragende Bildmotive für die Internetauftritte und Printmedien.

Zahlreiche Veranstaltungen, die nachhaltig wirkten, wurden in der Marktgemeinde veranstaltet. „Jugend trainiert für Olympia“ und die Paralympics sorgten für prominente Besucher. Einen Biathlon-Schnupperkurs machte der Sender Deutsche Welle in aller Welt bekanntund trug somit wesentlich zum Bekanntheitsgrad bei. „Ein großartiger und erfolgreicher Botschafter für Nesselwang ist auch unser Biathlet Phillip Nawrath“, so Joas über den Sportler. Nawrath ist immer wieder mit dem Nesselwang-Schriftzug auf seinem Stirnband in aller Welt bei den Fernsehübertragungen zu sehen. Zum Ende seine Ausführungen sprach Joas dem Gemeinderat und der Verwaltung ein großes Lob aus. „Wir haben eine Infrastruktur um die uns viele Nachbarorte beneiden.“

„Wir bilden auch wieder aus“

Ziele in den kommenden Jahren seien der Ausbau der Infrastruktur wie das Rad- und Wanderwege-Netz, die verstärkte Zusammenarbeit im Marketing mit dem Alpspitz-Bade-Center und der Alpspitzbahn. „Wir bilden auch wieder aus“, kündigte Joas an.

„In Bayern gab es im letzten Jahr 40 Millionen Übernachtungen. Der Anteil im Allgäu stieg von 2,5 auf 4,5 Millionen“, kommentierte Bürgermeister Franz Erhart die Zahlen. „Bei den Übernachtungen hat Nesselwang in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent zugelegt, bei den Gästen um 30 Prozent.“ „Bei der Auslastung von 41 Prozent ist aber noch Luft nach oben!“ Er widersprach auch dem vielerorts angeprangerten „Overtourismus“. „Unser Handel und die Gastronomie lebt davon“. Daher sei es ein Ziel, die Entwicklung im Qualitätstourismus voranzutreiben.

Herbert Hoellisch

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