Maroder Gehweg am Pflegeheim

So schaut momentan noch der Gehsteig in der Ostlandstraße beim Seniorenheim St. Martin aus. Über die Kosten einer Teil- und Komplettsanierung will sich nun der Verkehrsausschuss informieren. Foto: Knoll

„Was da für Fallen“ auf dem Gehsteig sind, habe der Verkehrsausschuss laut Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bei der Ortsbesichtigung der Ostlandstraße gesehen. Da der Gehsteig schon alt ist und durch die Bauarbeiten den Neubau des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen wurde, müsste da dringend etwas getan werden. Deshalb entschied sich das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag dafür, zunächst die Kosten für eine Komplettsanierung der Ostlandstraße beziehungsweise die Teilsanierung des Gehwegs zu ermitteln.

Zudem traf sich der Ausschuss in der Straße, um sich ein Bild vom BRK-Neubau zu machen. Da nämlich nach der bisherigen Planung neben der Anlieferungszone Behindertenparkplätze entstehen sollten, hätten die Zulieferer mit ihren Lastwägen rückwärts über den Gehweg auf die Straße fahren müssen und hätten so ein Sicherheitsrisiko verursacht, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Nach der neuen Planung werden die Behindertenparkplätze nach Süden verlegt, so dass ein Platz entsteht, auf dem die Zulieferer entweder wenden oder auch parken und ihre Waren ausladen können. So müsste sich die Situation „entspannen“, meinte der Bauamtsleiter. Auch könnte man am Parkplatz „weitere Parkmöglichkeiten anhängen“, wenn das Gebiet weiter ausgebaut werde. Davon offensichtlich überzeugt, segnete der Ausschuss die neue Planung einstimmig ab. Vor Ort fiel dem Gremium auch auf, dass der dortige Gehsteig marode ist und auch Wasser nicht mehr richtig abfließen kann. Da ein Stück des Gehwegs allerdings dem BRK gehöre, wie Angeringer erklärte, müsste man mit ihm zusammenarbeiten oder das Stück arrondieren. Wenn die Stadt nur den Weg saniert, müsste die Stadt und das BRK die Maßnahmen allein finanzieren. Die sind nämlich nicht umlagefähig. Wenn allerdings die ganze Straße überholt wird, wäre das umlagefähig und die Anwohner müssten auch einen Teil der Kosten tragen. Bevor man aber eine Teilsanierung mache, zu der keiner etwas beitrage, müsste man die Kosten ermitteln, meinte Ulrich Pickl (SPD). Eine „kleine praktikable Lösung“ zu finden, dafür sprach sich auch Ilona Deckwerth (SPD) aus. Dabei sollte aber auch die Barrierefreiheit berücksichtigt werden, denn schließlich werden rund 84 Senioren in der Nähe wohnen. „Der Bürger wird massiv zur Kasse gebeten“, bei einer großen Lösung, kritisierte jedoch Martin Lochbihler (CSU). „Wir beschließen über das Geld anderer Leute“, deshalb müsste man sich im Vorfeld mit den Bürgern absprechen. Gerade bei der Sanierung der Straßen gebe es deshalb in anderen Gemeinden große Probleme. Aber nur auf Anraten von Bürgerinteressen habe man sich die Straße überhaupt erst angesehen, warf Ursula Lax (CSU) ein und der Rathauschef erklärte, dass man zuerst die Kosten für „eine vernünftige Sanierung“ ermitteln sollte, bevor man sich auf Baumaßnahmen einigt. Im Zuge dessen sollte auch eine Wasserleitung mit Gully auf der Westseite angebracht, der Gehsteig barrierefrei gestaltet und das Gehwegstück, das dem BRK gehört, arrondiert werden. Bei dem Ausbau, der kein „Premiumausbau“ werden soll, müssten sich die Anwohner mit circa 30 bis 40 Prozent an den Kosten beteiligen. Da auch kurzfristig am Gehweg etwas getan werden müsste, sprachen sich die Räte einstimmig dafür aus, nach dem Abschluss der Bauarbeiten am BRK-Neubau sich über die Kosten einer Teilsanierung eines barrierefreien Gehwegs und einer Arrondierung zu informieren. Zudem soll man die Kosten einer Komplettsanierung der Straße ermitteln.

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