Mehr ÖPNV

Füssener SPD-Fraktion setzt auf neue Verkehrskonzepte

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Die SPD Füssen will stärker auf den ÖPNV setzen.

Füssen – Ein Umdenken in der Verkehrspolitik fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat. „Wir werden es noch miterleben, dass es den Individualverkehr von heute nicht mehr geben wird“, sagte Ratsmitglied Wolfgang Bader. 

Auf diese Entwicklung müssten Politik und Stadtverwaltung mit dem Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und mehr Radwegen reagieren.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Klimawandel-Debatte sind sich die Fachleute einig, dass sich das Verkehrs- und Mobilitätsverhalten der Menschen in Zukunft wird ändern müssen. Die Stadträte der SPD wollen darauf reagieren und Vorschläge einbringen, wie der Verkehr der Zukunft in der Stadt gestaltet werden soll. Dabei setzen sie zum einen auf eine Stärkung des ÖPNV. „Der Busbahnhof ist dringend nötig und der ÖPNV muss ausgebaut werden!“, erklärte Wolfgang Bader. 

Dazu gehöre vor allem eine Verlängerung der Betriebszeiten. Derzeit fahre der letzte Bus zwischen Hohenschwangau und Füssen bereits gegen 18.30 Uhr. „Das ist für viele Jugendliche ein Problem.“ 

Ein weiterer Baustein für einen besseren ÖPNV könnte nach Ansicht der SPD-Räte die Einführung eines „City-Busses“ sein. Ähnlich einer Ringbahn soll dieser permanent durch Füssen fahren und die einzelnen Bushaltestellen ansteuern. „Das ist ganz wichtig!“ 

Zum anderen setzt das Konzept der SPD auf den Ausbau der innerstädtischen Radwege. Das Hauptaugenmerk müsse dabei auf dem Schaffen einer sicheren Radwege-Verbindung vom Füssener Westen über den Bahnhof zur Innenstadt und noch weiter in Richtung Schwangau liegen – und zwar auf dem kürzesten Weg. Derzeit führt der Radweg vom Venetianerwinkel aber über den Ziegelangerweg, was einen Umweg bedeute. „Die Menschen benutzen aber die kürzeste Verbindung“, sagte Stadtrat Georg Waldmann. 

Ein großes Problem für die innerstädtische Verkehrssituation sehen die Sozialdemokraten im Reisebus-Verkehr. Daher fordern sie ein Durchfahrtsverbot für Reisebusse ab dem Morisse- und Luitpoldkreisel. Stattdessen sollen am Palestrinaplatz, der Morisse und am Festspielhaus Busparkplätze ausgewiesen werden. Nur so könne das Problem mit den Reisebussen in der Innenstadt gelöst werden. 

Besonders verärgert zeigten sich die SPD-Stadträte in diesem Zusammenhang darüber, dass Strafzettel für falsch parkende Busse günstiger seien als ein Parkticket für Busse, sodass die Busunternehmen den Strafzettel in Kauf nehmen würden. In der Pflicht sieht die Fraktion aber auch diejenigen Restaurantbetreiber, die die Reisegruppen bewirten, diese verstärkt auf die vorhandenen Parkmöglichkeiten hinzuweisen. Bekanntlich kam es in der Vergangenheit vor allem in der Augsbuger Straße vor einem Restaurant immer wieder zu Problemen mit mitten auf der Straße haltenden Bussen. 

Auch am Krankenhaus könnten weitere Parkplätze für Busse entstehen, wenn für die Pkw eine Tiefgarage gebaut werden würde, so eine weitere Idee, die Wolfgang Bader ins Spiel brachte. Klar ist für die SPD-Räte auch, dass ab dem Ottokreisel eine verkehrsberuhigte Zone, sprich Tempo 30 eingeführt werden muss. Dafür sollte auch der Bordstein auf Straßenniveau abgesenkt werden. Selbiges schlagen sie für die Luitpoldstraße vor, sollte dort der geplante Bypass am Luitpoldkreisel einmal umgesetzt werden. „Das muss die nächsten zehn bis 15 Jahre kommen“, mahnte Fraktionsvorsitzender Lothar Schaffrath.

mm

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