Mehr Sicherheit, weniger Stau

Ein Blick auf den Luitpoldkreisel in einer Grafik der Freien Wähler. Ins linke untere Eck verläuft die Luitpoldstraße, rechts geht es zum Kaiser-Maximilian-Platz. Grafik: FW

Vielen Autofahrern sind sie ein Dorn im Auge: die beiden Zebrastreifen in der Luitpoldstraße, denn viele müssen gleich zweimal kurz hintereinander für Fußgänger dort anhalten. Der Überweg wird allerdings von Bürgern, die zu Fuß unterwegs sind, stark genutzt. Nun hat der Verkehrsausschuss einen Antrag der Freien Wähler aufgegriffen wonach einer versetzt und einer ersetzt werden soll. Damit sollen die Staus in dem Bereich weniger werden.

Jedes Jahr passieren Unfälle an den beiden Zebrastreifen, wie Thomas Meiler von der Polizei erläuterte. Mehr Sicherheit würde vor dem Kreisel eine Querungshilfe, quasi eine Insel bieten. Dort, wo heute mit Blick auf den Kreisverkehr die rechte Fahrspur verläuft, soll bald die Verkehrsinsel stehen. Die „neue“ rechte Spur soll dort verlaufen, wo heute Steinplatten einen äußerst großzügig bemessenen Gehweg bilden. Der Bürgersteig soll dann auf eine „normale“ Breite von 1,80 Metern schrumpfen. Ab etwa der Höhe der Passage zur Reichenstraße soll sich die Straße so verbreitern. Auch eine zweite Spur im Kreisel soll in diesem Zuge entstehen: nämlich innen, so dass Autofahrer, die zum Bahnhof oder in die Augustenstraße wollen, nicht den Verkehr zur B16 oder B17 blockieren. „Wir haben die Chance, ein Drittel der Stausituation abzubauen“, meinte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Der zweite Zebrastreifen an der Einmündung der Von-Freyberg-Straße soll ebenfalls weichen. An einer abknickenden Vorfahrtstraße sollen die Fußgänger Vorrang haben? „Das geht nicht“, urteilte Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung. „Eigentlich dürfte es einen Zebrastreifen dort gar nicht geben“, bestätigte Meiler. Denn er liegt genau am Durchgang zur Hinteren Gasse, aus dem die Fußgänger ohne Umweg auf den Zebrastreifen laufen können. Er soll daher rund 25 Meter nach Süden zur Einmündung Otto-Straße versetzt werden. Zu schmal für Rollis? Kritik äußerte vor allem Stadträtin Ilona Deckwerth (SPD), für die vor allem die Maßnahme vor dem Kreisverkehr „eine deutliche Verschlechterung“ darstellte. 1,80 Meter Gehwegbreite seien zu wenig für Rollstühle und Rollatoren, vor allem elektrische Rollstühle. Zudem habe der breite Gehsteig Platzqualitäten, die verloren gingen. Man solle das Verkehrsproblem an dieser Stelle außerdem nicht allein für sich, sondern im Gesamtzusammenhang mit dem Stadtverkehr lösen. Ihren Antrag, die Entscheidung dem Gesamtstadtrat zu überlassen, brachte die Seniorenbeauftragte jedoch nicht durch. Nach Entscheidung des Gremiums soll die Maßnahme nun planerisch geprüft werden.

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