Feuerwehr Schwangau ernennt erste Ehrenmitglieder

Die zum Teil neue Vorstandschaft der Feuerwehr Schwangau Michael Merath (v.l.), Christoph Schäfer, Kommandant Siegfried Janta, Norbert Lenz und Peter Reichelt (vorne rechts). Foto: gau

Schwangau – Eigentlich hatte er nach zwölf Jahren in den Ruhestand gehen wollen, doch seine Kameraden ließen ihn nicht. Bei der Mitgliederversammlung der Schwangauer Feuerwehr wurde Michael Merath für weitere drei Jahre zum Vorstand gewählt. 

Die Schwangauer Floriansjünger können auf ein durchaus ruhiges Jahr zurückschauen, was Einsätze angeht, aber auch was den Verein betrifft. 95 aktive Kameraden umfasst die Wehr derzeit, davon sind neun Anwärter, die gerade die Ausbildung durchlaufen. Mit ihren fünf Fahrzeugen waren die Floriansjünger im abgelaufenen Jahr 2211 Stunden im Einsatz. Wobei sich klassische Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen mit je 23 die Waage halten. Das Gros der Brandeinsätze allerdings, nämlich 17, wurde dabei durch Brandmeldeanlagen ausgelöst. 

Grund zur Freude hat die Wehr dabei in mehrfacher Hinsicht. Zum einen soll im kommenden Jahr ein neues Löschfahrzeug beschafft werden, wie Kommandant Siegfried Janta hervorhob. Das älteste, ein LF 8 Baujahr 1983 soll durch ein LF 10 ersetzt werden. Die erste Zuschussbewilligung sei dieser Tage eingegangen, so Janta. Weiterhin wird nächstes Jahr ein Mehrzweckboot beschafft, das ebenfalls mit bis zu 70 Prozent gefördert wird. Außerdem sei man gerade in der Planungsphase für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, das kommendes Jahr neben dem Bauhof hochgezogen werden soll. Dabei müsse ein Wort des Dankes an Heinrich Heiserer gehen, erinnerte Bürgermeister Reinhold Sontheimer. Heiserer sei es zu verdanken, dass man den Grund habe erwerben können, so Sontheimer, der zum letzten Mal die Versammlung leitete. Deshalb, so Merath, hatte man die Versammlung vom Floriansfest heuer abgekoppelt und vorgezogen. 

Beim Boot, so führte Sontheimer weiter aus, sei man in der Verantwortung. Drei größere und ein kleiner Seen liegen im Zuständigkeitsbereich der Wehr, wenn man nur ein Leben retten könne, führte Sontheimer weiter aus, sei das die Anschaffung eines Bootes schon wert. Im Hinblick auf das neue Gebäude müsse man gemeinsam eine Lösung finden, ein Feuerwehrhaus sei mehr als teure Garagen. Vor allem, wenn es wieder 50 Jahre Bestand haben soll. 

Im Anschluss wählte der 436 Mitglieder zählende Feuerwehrverein den Vorstand neu. Dazu hatte man im vergangenen Jahr eigens die Satzung geändert, um die Dauer der Vorstandschaft von sechs auf drei Jahre zu begrenzen, wobei dies Michael Merath zu pass kam. Er nahm seine Wiederwahl an, forderte aber, dass bei der nächsten Wahl die Jungen in der Pflicht seien. Norbert Lenz wechselte den Posten, für ihn wird Christoph Schäfer zweiter Vorstand, Lenz übernimmt die Kasse von Andreas Hipp. Peter Reichelt bleibt weiterhin Schriftführer, ebenso wurden die beiden Kassenprüfer Alfons Issele und Thomas Orthuber bestätigt. 

Bei der Durchsicht der Mitgliederlisten, so Michael Merath, vor allem auch bei den zu ehrenden Mitgliedern sei man darauf gestoßen, dass die Wehr zwar 42 über 80-jährige Mitglieder aber keine Ehrenmitglieder habe. Weshalb man nun sukzessive diesen Titel vergeben möchte. Als erste wurden Alfons Issele, der stets in der Fahnenabordnung präsent sei, sowie Helmut Geiger, der über lange Jahre in der Vorstandschaft aktiv war, vorgeschlagen und von den Mitglieder bestätigt. Sie werden bei der nächsten Mitgliederversammlung ausge-zeichnet. Außerdem wurden heuer acht Mitglieder für ihre 25- und 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Anstatt enes Sommerfests, lädt die Wehr heuer anlässlich des 140-jährigen Bestehens, zu einem Oldtimer-Feuerwehrtreffen am Samstag, 14. Juni, ein. gau

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