Mietverträge für Unterkünfte laufen aus

Asylbewerberheime schließen

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Dieses Asylbewerberheim wird zum 31. Oktober geschlossen.

Füssen – Drei Asylbewerberunterkünfte wird das Landratsamt Ostallgäu bis zum 31. Oktober in Füssen schließen. Das gab Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist in der jüngsten Sitzung des Stadtrates bekannt. Der Grund: Die Mietverträge laufen aus. Von der Schließung sind 38 Personen betroffen.

Vier Familien werden wohl aus der Unterkunft in Eschach ausziehen. Zwei Familien, zwei Männer und eine Frau müssen wahrscheinlich aus dem Heim in der Augsburger Straße raus und sechs Personen werden wohl ihre Unterkunft in der Karlstraße verlassen müssen. Wohin die Asylbewerber kommen, wisse die Stadt aber nicht, erklärte Rist. „Wir haben darüber keine Informationen“. Das sei Aufgabe des Landratsamtes. 

Die Stadt stelle sich aber zur Verfügung, möglichen Wohnraum zu suchen, versprach Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Und das sei gerade für Familien wichtig, wie Lothar Schaffrath (SPD) fand. Denn er hielt es für „ungünstig“, wenn Kinder, die bereits in der Schule oder den Kindergarten integriert sind, aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen würden. 

Die drei Unterkünfte werden aufgelöst, „da die Mietverträge zu diesem Zeitpunkt auslaufen“, erklärte Rainer Kunzmann, Pressesprecher des Landratsamtes Ostallgäu, auf Nachfrage des Kreisbote. Wo die Asylbewerber dann aber unterkommen, dazu könne auch das Landratsamt noch „keine verbindliche Aussage treffen“, wie Kunzmann sagte. Denn die Behörde befinde sich noch in der Planungsphase. „In den drei Unterkünften wohnen zu einem hohen Anteil bereits anerkannte Flüchtlinge, die nicht mehr verpflichtet wären, in staatlichen Unterkünften zu leben“, informierte Kunzmann. 

Das Landratsamt möchte diese am liebsten in eigene Wohnungen unterbringen oder dafür sorgen, dass die bisherige Unterkunft privat weitervermietet werde. Wenn das aber nicht gelinge, könnten die anerkannten Flüchtlinge eventuell auch in andere staatliche Unterkünfte – in Füssen oder einer anderen Gemeinde – einziehen, damit sie nicht auf der Straße stehen.

Katharina Knoll

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