Ein teurer Besuch im Ostallgäu

Söder sichert Unterstützung für Füssener Festspielhaus zu

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Gefeierter Strahlemann: Ministerpräsident Söder begeistert die Zuhörer im Festspielhaus am Dienstagabend schnell für sich.

Füssen – Obwohl beim Auftritt von Ministerpräsident Dr. Markus Söder das lockere Gespräch über alle möglichen privaten und politischen Themen im Vordergrund standen, trotzen Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) und CSU-Bürgermeister-Kandidat Maximilian Eichstetter konkrete politische Zusagen ab.

So sicherte der Landesvater Eichstetter zu, dessen Bemühungen um den Erhalt des Bundesleistungszentrums (BLZ) und des Festspielhauses zu unterstützen. Auch der Landkreis ging nicht leer aus. 

Der Ministerpräsident reagierte damit auf die Rufe der beiden Wahlkämpfer nach Hilfe. „Wir haben in Füssen Herausforderungen ohne Ende!“, machte Bürgermeister-Kandidat Eichstetter schnell klar. 

Dazu gehörten vor allem die Themenkomplexe Wohnen und Verkehr, aber auch der Erhalt des maroden BLZ und der Fortbestand des Festspielhauses. „Die Strahlkraft ist extrem weit“, sagte Eichstetter. „Das ist Werbung für Füssen, ist Werbung für den Königswinkel!“ 

Schon CSU-Kreisvorsitzende Angelika Schorer hatte sich zuvor für das Veranstaltungshaus stark gemacht. „Das Festspielhaus ist eine Bereicherung für die Region!“, betonte sie und dankte Eigentümer Manfred Rietzler für dessen Einsatz. Rietzler sagte: „Wir sind die ersten, die das Haus vier Jahre am Stück betreiben und werden es auch weitermachen.“ 

Das ganze Team arbeite hart daran, das Festspielhaus am Leben zu halten. „Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch mal göttlichen Beistand zu bekommen...“ 

Bei Söder stießen die Rufer auf offene Ohren. „Ich kann mir vorstellen, dass große Ensembles, die in München auftreten, auch mal in Füssen auftreten“, sagte der Ministerpräsident. „Da bin ich gerne bereit mit zu helfen!“ Hochkultur dürfe es nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern auch auf dem Land geben. 

"Wir müssen die Auslastung anders gestalten, das Angebot noch attraktiver machen und die Vermarktung noch besser machen!" Auf das Wohlwollen Söders stieß auch Eichstetters Zehn-Jahres-Plan für das BLZ. 

Dieses müsse in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den vielen Vereinen, die dort ihre Heimat haben, unbedingt erhalten bleiben, hatte Eichstetter Werbung für den Erhalt der Füssener Sportstätte gemacht. 

Verständnis äußerte der Landesvater auch für die schwierige Verkehrssituation vor allem im südlichen Altlandkreis. „Wir haben Hotspots wie Neuschwanstein und Füssen“, erklärte Zinnecker dem Gast aus München. „Da brauchen wir ein Verkehrskonzept. Da könntest Du uns unterstützen! Wir brauchen Lösungen!“ Eichstetter wies darauf hin, dass das Verkehrskonzept der Füssener CSU interkommunal in Absprache mit Schwangau ausgearbeitet worden sei. 

Söder sicherte seine Hilfe zu. „Da ist Unterstützung zugesagt!“, betonte er. Verkehrskonzepte für den ländlichen Raum seien wichtig. „Mir liegt das Allgäu am Herzen!“

mm

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