Gemeinde Pfronten appelliert an die Bürger

Gemeinsam gegen den Schnee

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Am Straßenrand abgestellte Autos behindern immer wieder die Schneeräumarbeiten, beklagt jetzt Richard Nöß von der Gemeindeverwaltung.

Pfronten – Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Wochen mit Verhältnissen, die es letztmals vor 30 Jahre so gab, sind die Mitarbeiter des Bauhofs im Dauereinsatz.

Ihre Arbeit wird laut Hauptamtsleiter Richard Nöß jedoch oft von den Anwohnern selbst behindert. Je nach Wetterlage sind nach Angaben von Nöß bis zu 15 Mitarbeiter des Bauhofs, zehn Räumfahrzeuge – vom Lkw, über die Unimogs bis zu den Kleintraktoren – rund um die Uhr im Einsatz, um die knapp 180 Straßen und Wege in Pfronten zu räumen. 

Aber gerade für ältere Menschen, Behinderte und Kinder werde der alltägliche Gang zur Arbeit, an die Bushaltestelle, zur Schule oder nur zum Einkaufen, auf schlecht geräumten Gehwegen zur Tortur. „Dies wäre leicht zu verhindern, wenn sich jeder Grundstückseigentümer im bebauten Ortsbereich, an folgende Regelungen halten würde“, so Nöß: 

• Selbst wenn kein Gehsteig vorhanden ist, haben die Anlieger eine Gehbahn von mindestens einem Meter Breite auf dem von den Fußgängern benutzten Streifen zu räumen und zu streuen. Die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen müssen von den Anliegern an Werktagen ab 7 Uhr und an Sonn- sowie gesetzlichen Feiertagen ab 8 Uhr vorgenommen bzw. veranlasst werden. Der Bauhof räume bzw. streue zwar im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit einzelne Gehwege und Straßenränder. Dies geschehe aber unregelmäßig soweit es den Bauhofmitarbeitern aufgrund der sonst anfallenden Arbeiten möglich ist und entbindet die Anlieger nicht von ihrer Räum- und Streupflicht. Auch sie würden für den verkehrssicheren Zustand der Gehbahnen haften.

 • Schnee­ von privaten Grundstücken und Gehwegen darf nicht auf öffentlichen Straßen (dem Fahrbahnbereich) abgelagert werden. Ganz wichtig sei, dass Abflussrohre, Hydranten, Kanaleinlaufschächte und Fußgängerüberwege freigehalten werden und dass Gullys und Regenrinnen auf den Privatgrundstücken entleert bzw. ausgeräumt sind, damit das sich bei Tauwetter sammelnde Wasser ohne Probleme abfließen kann. 

 • Die Schneeräumung durch den Bauhof werde immer wieder durch Fahrzeuge behindert, die am Straßenrand abgestellt sind. Dies sei nicht nur ärgerlich für die Räummannschaften. „Darüber hinaus sind die Fahrzeughalter dann auch verpflichtet, den liegen gebliebenen Schnee selbst zu entfernen“, so Nöß. Jeder Einzelne könne durch die Beachtung dieser Hinweise und mit ein bisschen gutem Willen das tägliche Miteinander sehr viel einfacher und angenehmer machen. Deshalb appelliert die Gemeindeverwaltung an die Bürger, bei der Bewältigung der Schneeräumung zu helfen.

kb

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