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Zweckverband Allgäuer Land: Ab 2022 schuldenfrei?

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Läuft alles nach Plan, könnte der Zweckverband Allgäuer Land bis 2022 die Schulden des Gewerbeparks abgebaut haben.

Füssen – Den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für 2020 hat der Zweckverband Allgäuer Land (ZVAL) jetzt einstimmig abgesegnet. Wenn die wirtschaftliche Lage stabil bleibt, hätte der ZVAL Ende 2022 die Schulden, die er für den Gewerbepark in Füssen aufgenommen hat, komplett abbezahlt, so Kämmerer Marcus Eckert.

Dann könne er „Vollgas“ Richtung Lehrschwimmbad gehen (der Kreisbote berichtete). Der Gesamthaushalt des Zweckverbandes „Allgäuer Land“ umfasst 233.850 Euro. 133.850 Euro entfallen dabei auf den Verwaltungshaushalt, 100.000 Euro auf den Vermögenshaushalt. Um die laufenden Ausgaben im Verwaltungshaushalt zu finanzieren, hat die Verwaltung eine Verbandsumlage von 33.250 Euro veranschlagt, 24.850 Euro für die Geschäftsstelle und 7500 Euro für den Gewerbepark Füssen. 

Diese erhöht sich damit um 950 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt rechnet der Kämmerer mit 133.850 Euro. Dabei erhöhen sich die Ausgaben für die Geschäftsstelle um 50 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Mit 3000 Euro muss der ZVAL beim Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung beim Industrie- und Gewerbepark Füssen rechnen und 4000 Euro entfallen auf Bankgebühren, Steuerberatung und sonstige Geschäftsausgaben. 

Heuer keine Investitionen

Zinszahlungen für den Gewerbepark Füssen weist die Verwaltung mit 1500 Euro aus. Außerdem fließen 1000 Euro an den Vermögenshaushalt. Dieses Geld wird für die Rückführung des Finanzierungssaldos verwendet, da der ZVAL 2020 keine Investitionen oder Investitionsförderungsmaßnahmen plant. 

Um liquide zu bleiben und seine Ausgaben rechtzeitig begleichen zu können, kann der ZVAL Kassenkredite aufnehmen, die laut Satzung aber nicht höher als ein Sechstel der im Verwaltungshaushalt veranschlagten Einnahmen sein darf. In diesem Fall wären das rund 22.300 Euro. Der Kassenkreditbetrag von 25.000 Euro, den die Verwaltung in der Haushaltssatzung festgesetzt hat, liegt jedoch etwas darüber. Das liegt vor allem an der durch die Corona-Pandemie verspäteten Haushaltsverabschiedung, erklärte Kämmerer Eckert. Denn dadurch werde auch die Verbandsumlage später als üblich erhoben. 

Derzeit ist der ZVAL auch dabei die Schulden, die er aufgrund des Gewerbeparks in Füssen hat, mit der Grund- und Gewerbesteuer aus dem Gewerbepark abzufinanzieren. Betrugen diese 2019 noch ca. 124.000 Euro, rechnet der Kämmerer heuer mit geringeren Einnahmen von 100.000 Euro. Läuft alles nach Plan, dann betragen die Schulden am Ende des Jahres noch rund 256.000 Euro. Und bleibt die wirtschaftliche Lage stabil, könnte der ZVAL diese bis Ende 2022 komplett abbauen.

kk

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